Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Kinder- und Jugendbücher zu Nationalsozialismus und Neonazismus

Einleitung


Dieses Auswahlverzeichnis informiert über Kinder- und Jugendbücher, die den historisch-politischen Unterricht ergänzen und dazu anregen, bei der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Neonazismus auch literarische Werke zu nutzen.
Zu jedem Buch gibt es eine Inhaltsangabe, Verlags-, Alters- und Preisangabe sowie Informationen zu Einsatzmöglichkeiten, Verfilmungen, Hörbüchern und für Lehrer besonders interessant, Hinweise auf verfügbare didaktische Materialien.
Beim Kauf von Büchern aus dieser Sammlung ist es ratsam unter www.amazon.de auch nach gebrauchten und nicht mehr lieferbaren Büchern zu schauen.

Auswahlkriterien

Die vorgestellten Bücher wurden nach verschiedenen Kriterien ausgewählt.
Die meisten Titel informieren über das Leben und Leiden von Kindern und Jugendlichen während des Nationalsozialismus. Sie vermitteln nicht nur historische Daten und Fakten, sondern auch Erfahrungen und Schicksale einzelner Menschen. So werden unterschiedliche Aspekte der nationalsozialistischen Verbrechen deutlich sowie deren Auswirkungen und Folgen bis heute. Die Auswahl beschränkt sich nicht nur auf Bücher, die speziell für Jugendliche geschrieben wurden, sondern berücksichtigt auch Publikationen, die Jugendlichen an konkreten Beispielen und persönlichen Erfahrungen die möglichen Auswirkungen der NS-Zeit auf das Leben einzelner Menschen aufzeigen.
In den meisten der Jugendbücher, die sich mit den Themen Neonazismus, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auseinandersetzen, geht es um rassistische und feindliche Einstellungen gegenüber Minderheiten heute. An konkreten Beispielen wird deutlich, wie Fremde ausgegrenzt werden, wie Vorurteile, Feindbilder und Hass entstehen und welche Wirkungen sie haben. Immer geht es darum, den jugendlichen Leser zum Nachdenken anzuregen und ihm Lösungsansätze anzubieten.
Einige der Bücher beschreiben Formen eines humanen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Religion und Kultur und zeigen Kindern und Jugendlichen, wie Menschen aufeinander zugehen können. Dies wird besonders in den Bilderbüchern für Kinder im Kindergarten, Vorschul- und ersten Lesealter thematisiert.

Altersempfehlungen

Die Altersangaben sind als erste Orientierung gedacht, als eine Entscheidungshilfe für Eltern und Lehrer bei der Auswahl geeigneter Literatur für bestimmte Altersgruppen. Sie basieren auf den Angaben der Verlage, eigenen Erfahrungen und Rückmeldungen von Kindern und Jugendlichen nach Leseproben. Es empfiehlt sich, die Leseerfahrung, das historische Wissen, und das Interesse an historisch-politischen Themen zu berücksichtigen, wie auch die Bereitschaft von Erwachsenen, mit Kindern und Jugendlichen über den Inhalt zu diskutieren.


Auswahl nach Themen – Mehrfachnennungen

Mit Hilfe des thematischen Verzeichnisses lässt sich die zusammengestellte Literatur inhaltlichen Schwerpunkten zuordnen. Themen wie Euthanasie, Zwangssterilisation und Homosexualität sind in der Jugendliteratur zum Nationalsozialismus kaum bearbeitet worden. Viele Bücher sind mehrfach aufgeführt, insbesondere Autobiographien oder authentische Berichte von Zeitzeugen, die Aspekte der Entrechtung, Ausgrenzung und Verfolgung aus unterschiedlichen Blickwinkeln (Opfer, Täter, Helfer, Zuschauer) beschreiben.

Thematisches Verzeichnis

1. Vorgeschichte und Hintergründe
2. Alltag im Nationalsozialismus
3. Verfolgung
4. Leben und Sterben im Ghetto
5. Konzentrationslager- und Vernichtungslager
6. Widerstand
7. Überleben
8. Weiterleben: Nachwirkungen und Folgen
9. Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit
10. Fremde, Toleranz, Akzeptanz
11. Gesamtdarstellungen und themenübergreifende Literatur


Hinweise zu den Einzelthemen


1. Vorgeschichte und Hintergründe
In diesen Büchern werden Denk- und Verhaltensweisen deutlich, die dem Nationalsozialismus den Boden bereitet haben: Antisemitische Traditionen, sowie autoritäre Denk- und Erziehungsstile. Diesem Themenbereich sind auch Bücher zugeordnet, die am Beispiel einzelner Lebensläufe oder Familiengeschichten das politische Klima der zwanziger Jahre, die sozialen und wirtschaftlichen Nöte und die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen beschreiben.

2. Alltag im Nationalsozialismus
Die Bücher, die den Alltag im "Dritten Reich" aus der Sicht nichtjüdischer Kinder und Jugendlicher beschreiben, konzentrieren sich auf deren Erfahrungen und Erlebnisse in der Familie, in der Nachbarschaft, in der Schule und in der Hitlerjugend. Es sind autobiographische Schilderungen, aber auch fiktive Geschichten, die auf persönlichen Erlebnissen basieren. Einige dieser Erzählungen lassen meist eher beiläufig erkennen, wie die ?normale? Bevölkerung die Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer und anderer Minderheiten wahrnahm und wie sie darauf reagierte. Hieraus lassen sich viele Fragen entwickeln, besonders dann, wenn gleichzeitig Menschen beschrieben werden, die z. B. Zwangsarbeitern halfen oder Hungernden in einem KZ-Außenlager heimlich Essen brachten.
Andere Bücher informieren über den ?Alltag?, wie ihn Verfolgte, besonders Kinder und Jugendliche, erlebten: den Beginn der Ausgrenzung, die schrittweise Diskriminierung und Verfolgung von Menschen aus rassischen oder politischen Gründen. In einigen dieser meist autobiographischen Schilderungen wird auch das Leben jüdischer Familien vor der Verfolgung beschrieben. Die minutiösen Tagebuchaufzeichnungen von Victor Klemperer leisten, was in gängigen Lehrbuchtexten meist zu kurz kommt oder fehlt: Die detaillierte Protokollierung des schrittweisen Ausschlusses jüdischer Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben, die Demütigungen und Diskriminierungen aus der Sicht der Betroffenen.
Der Blick auf den Alltag insgesamt und die bürokratische Organisation der Ausgrenzung wirft zahlreiche Fragen nach den vielen Mitverantwortlichen auf, ohne deren Unterstützung und Mitwirkung der Massenmord nicht funktioniert hätte.

3. Verfolgung
Die zu diesem Thema ausgeführten Bücher informieren über die Verfolgung verschiedener Bevölkerungsgruppen. Der überwiegende Teil dieser Bücher ist (auto-)biographisch oder basiert auf persönlichen Erfahrungen, Erlebnissen und Tagebuchaufzeichnungen; nur wenige sind fiktiv. Die meisten dieser Augenzeugenberichte dokumentieren die Erfahrungen jüdischer Menschen, die als Kinder oder Jugendliche die schrittweise Ausgrenzung, die Diskriminierung, die Deportation, das Leben und Sterben in den Ghettos und den Vernichtungslagern.
Einige Bücher thematisieren die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma. Diese Erzählungen lassen erkennen, dass das jahrzehntelange Verschweigen des Völkermordes an Sinti und Roma von den überlebenden als zusätzliche Demütigung empfunden wurde. Diesen Menschen ist es wichtig, als Augenzeugen die Verbrechen zu dokumentieren und von ihrem Leben zu berichten.
Die Ausgrenzung, Zwangssterilisation und Ermordung kranker, behinderter, als "minderwertig" oder "asozial" bezeichneter Menschen ist in der Jugendliteratur kaum thematisiert worden, nur wenige Ausnahmen informieren über Euthanasie oder Zwangssterilisation und deren Folgen.

4. Leben und Sterben im Ghetto
Die Bücher dieses Themenbereiches beschreiben das Leben, Leiden und Sterben der Männer, Frauen und vor allem der Kinder in den Ghettos und Sammellagern. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit dem Warschauer Ghetto. Die detaillierten Beschreibungen des Alltags in den Lagern und die genauen Aufzählungen der planmäßigen und bürokratischen Abwicklung der Deportationen in die Vernichtungslager zeigen nicht nur die Mörder und Schreibtischtäter, sondern auch die vielen Beteiligten, die durch ihre Mithilfe den nationalsozialistischen Völkermord ermöglichten.

5. Konzentrations- und Vernichtungslager
Autobiographische und detaillierte Schilderungen des Alltags, des Leidens und Sterbens in den Konzentrations- und Vernichtungslagern verdeutlichen, wie vor allem die Kinder und Jugendlichen unter diesen unmenschlichen Bedingungen leiden mussten. Mehrere Autoren beschreiben detailliert den täglichen Kampf um Wasser, Brot und Luft, die verzweifelten Hoffnungen und Angst um die Familie.
Alle diese Schicksale stehen beispielhaft für das unvorstellbare Leid jedes einzelnen Opfers der nationalsozialistischen Verbrechen. Einige wenige der Millionen Menschen bekommen einen Namen und haben eine Geschichte. Die Erinnerungen und Augenzeugenberichte der überlebenden sind wichtige und historische Dokumente.
Tagebuchaufzeichnungen von Kindern und Jugendlichen wie Anne Frank und Dawid Rubinowicz, die nicht überlebten, sind für viele junge Menschen authentische Zeugnisse mit besonderem Wert.

6. Widerstand
Die Bücher zu diesem Thema berichten von Menschen, die auf unterschiedliche Weise im Nationalsozialismus Widerstand leisteten. Solche Beispiele können Jugendlichen helfen, Orientierung zu gewinnen. Die Lebensgeschichten bekannter und offiziell gewürdigter Menschen wie die Geschwister Scholl, aber auch die weniger bekannten Hilfs-Aktionen "normaler" Menschen zeigen, dass auch unter größtem sozialen Druck Zivilcourage und menschliches Handeln möglich war. Die Beispiele der "unbesungenen" Helden, die jüdische Menschen versteckten, sie mit Lebensmitteln versorgten oder ihnen zur Flucht verhalfen, sind Zeugnisse der Menschlichkeit, des Mitgefühls und der Solidarität mit den verfolgten Menschen. Sie widerlegen alle diejenigen, die noch heute behaupten, dass Hilfe nicht möglich war und sie von den Verfolgungen und den Deportationen nichts gewusst haben.
Die Geschichte der Edelweißpiraten im Rheinland zeigt, dass nicht alle Jugendlichen begeisterte Anhänger der Nationalsozialisten waren. Die Motive, sich zu widersetzen, waren so unterschiedlich wie die Widerstandsaktionen - gemeinsam war diesen Jugendlichen, dass sie ihr Leben riskierten, einige mussten für ihre überzeugung sterben.
Den Widerstand jüdischer Menschen und den verzweifelten Kampf vor allem junger Juden behandeln nur wenige Bücher.

7. Überleben
Die meisten dieser Bücher basieren auf authentischen Berichten von Menschen, die im Versteck überlebten oder die aufgrund rassischer oder politischer Verfolgung emigrierten. Jüdische Menschen, die als Kinder und Jugendliche rechtzeitig vor der Deportation fliehen konnten, erzählen von der Flucht und dem Leben im Exil. Einige konnten mit ihren Familien oder zumindest mit Geschwistern entkommen. In anderen Fällen trennten sich Eltern von ihren Kindern, um sie in das vermeintlich sichere Ausland zu schicken. Viele von ihnen sind die einzigen überlebenden ihrer Familien. Den meisten Kindern und Eltern war beim Abschied nicht bewusst, dass sie sich nie wiedersehen würden.
Viele der emigrierten oder aus Ghettos und Lagern geflohenen Kinder und Jugendlichen überlebten nur, weil sie Hilfe fanden und versteckt wurden. Jedoch war für sie diese Zeit geprägt von Isolation, Angst und Schmerz über die Trennung von Eltern, Freunden und Verwandten.
Authentische Berichte von Menschen, die in ihrer Jugend aus dem nationalsozialistischen Deutschland flohen und im Exil eine neue Heimat suchten, zeigen, wie schmerzhaft die Erinnerung an die Ausgrenzung, die Entwurzelung, die Trennung von der Familie und den Freunden für alle diese Menschen bis heute geblieben ist. Die meisten wollten nie wieder nach Deutschland zurückkehren, nur wenige haben sich zur Rückkehr in das Land entschieden, aus dem sie verjagt wurden und wo ihr Schicksal lange Zeit kein Thema war.

8. Weiterleben: Nachwirkungen und Folgen
DDie zu diesem Thema besprochene Literatur zeigt, dass die NS-Verbrechen bis heute Nachwirkungen und Folgen haben. Die meisten der überlebenden konnten viele Jahre nicht über ihre Erlebnisse sprechen. Erst nach Jahrzehnten meldeten sie sich zu Wort und veröffentlichten ihre Erinnerungen. Bei der Rückkehr nach Kriegsende in ihre Heimatstädte erfuhren viele von ihnen keine Hilfe oder Unterstützung, sondern trafen oft auf Unverständnis und Ablehnung. Diese Erfahrungen zeigen Aspekte auf, die bis heute große Brisanz besitzen, etwa der Verbleib jüdischen Eigentums.
Einige Bücher veranschaulichen, wie sich die traumatischen Erfahrungen der überlebenden des Holocaust auf deren Kinder und Enkelkinder auswirken.

Es gibt nur wenige Bücher, die Jugendliche anregen, sich mit dem Verhalten der Täter, ihrer Mitwisser und deren Nachkommen auseinander zu setzen. Daher werden hier auch einige Bücher empfohlen, die nicht speziell für Jugendliche geschrieben wurden, aber eine gute Diskussionsgrundlage für eine Auseinandersetzung über Schuld und Verantwortung bieten. Interviews mit Nachkommen von NS-Tätern zeigen, wie die Kinder und Enkelkinder von überzeugten Nationalsozialisten, NS-Verbrechern und Schreibtischtätern sich mit der Frage von Schuld und Mitverantwortung auseinandersetzen.

9. Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit
Mit Zunahme des organisierten Rechtsextremismus und der offenen rassistischen Gewalt werden entsprechende Themen wie Neonazismus, Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vermehrt in der Jugendliteratur behandelt. Anders als bei der (Jugend-)Literatur zum Thema Nationalsozialismus gibt es jedoch noch keine vergleichende Analyse der thematischen Schwerpunkte und Formen ihrer literarischen Bearbeitung, einige Trends sind dennoch erkennbar. In vielen Büchern geht es vor allem um Jugendliche, die sich rechten Gruppierungen anschließen, und um rassistische Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und alltägliche Formen des Rassismus. Einige Autoren nehmen tatsächliche Ereignisse zum Anlass für ihre (meist fiktiven) Geschichten und Erzählungen.

Einige Bücher konzentrieren sich auf jugendliche Gewalttäter (meist Skinheads), die von rechtsextremistischen Denkweisen angezogen werden. Sie beschreiben das Leben, die Entwicklung und das Verhalten von Jugendlichen, die sich an fremdenfeindlichen Gewalttaten beteiligen oder in neonazistischen Gruppen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit finden. Dabei wird zumeist das Klischee der perspektiv- und orientierungslosen Jugendlichen präsentiert, die in einer rechten Gruppe Halt und Geborgenheit suchen - viele dieser Geschichten spielen in Ostdeutschland. Ingo Hasselbach und Kent Lindahl beschreiben ihren Weg in die rechte Szene und wie sie den Ausstieg geschafften.
Andere Bücher konzentrieren sich auf Erfahrungen und Empfindungen der Menschen, die Ausgrenzung, Diskriminierung, rassistische Vorurteile oder Gewalt erleben. Sie zeigen, wie Fremde ausgegrenzt werden, wie Vorurteile und Feindbilder entstehen, und welche Wirkung sie haben. Weitere Publikationen vermitteln autobiographische Erfahrungen und Eindrücke von Menschen anderer Herkunft.

10. Fremde, Toleranz und Akzeptanz
Die meisten dieser Bücher sind Bildergeschichten für Kinder im Vorschul- und ersten Lesealter. Einfache und knappe Texte, unterstützt von bunten Illustrationen, vermitteln kindgerecht Themen wie Außenseiter, Fremde, Flüchtlinge, Zivilcourage, Toleranz, Interesse an fremden Kulturen, Integration, Freundschaft und Frieden. Für Kinder ist es wichtig, dass Eltern, Erzieher und Lehrer mit ihnen gemeinsam die Bilderbücher anschauen, ihnen vorlesen, mit ihnen darüber sprechen und ihre Fragen beantworten.
Einige Geschichten ermöglichen es kleinen Kindern, märchenhaft mit dem Thema ?ausgegrenzt? und ?anders sein? umzugehen. Andere Geschichten erzählen subtil und humorvoll, wie absurd es ist, einen Gegensatz zwischen Menschen verschiedener Hautfarbe zu machen.
Weitere Erzählungen zeigen, wie Kinder die gegenseitige Befangenheit, ängste und Vorurteile abbauen. Bilder und Texte regen an, mit Kindern im frühen Lesealter über Flüchtlinge und kulturelle Missverständnisse zu sprechen. In Tierfabeln machen die ?Kleinen? vor, wie sie sich mit List und Pfiffigkeit, Mut und Phantasie gegen Diktatur und Tyrannei wehren und Zivilcourage zeigen. Parabeln erzählen von fremden Kulturen, Ausländern, Toleranz, Integration und Frieden. Eine kleine Völkerkunde und Geschichten aus aller Welt wecken die kindliche Neugier, Kinder lernen viel über Kinder.
Freundschaftsgeschichten vermitteln, wie Kinder unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft miteinander auskommen, und erzählen von Auseinandersetzungen, Verständnis und Freundschaft. Alle diese Bücher weisen auf die Existenz von Intoleranz bis hin zu Gewalt. Sie fordern zu Kommunikation auf und zeigen schon im jüngsten Alter Wege zum Frieden. ältere Kinder und Jugendliche werden zu Zivilcourage, Mut und Engagement aufgefordert.

11. Gesamtdarstellungen und themenübergreifende Literatur
Einige dieser Bücher berichten in altersgemäßer Weise über den Nationalsozialismus und seine Folgen. Sie erklären bereits sehr jungen Kindern und älteren Kindern und Jugendlichen den Aufstieg der Nationalisten und die Schrecken des Holocaust. Victor Klemperer berichtet sehr genau in seinem Tagebuch von dem Alltag in Deutschland während dieser Zeit. Die Aufsatzsammlung von Barbara Distel beschreibt, wie besonders Frauen in Europa den Holocaust erlebten. Andere Bücher informieren mit Geschichten und Sachteilen über Völkermord und über Fremde. Die Bücher von Robert Hess und Lutz van Dijk erzählen die Geschichte der Juden.


© Ria Proske
Nationalsozialismus und Neonazismus. Ausgewählte Kinder- und Jugendbücher

Kommentiertes Verzeichnis
15., aktualisierte, erweiterte Online-Auflage, Köln 2010

Diese Sammlung wurde 1987 als Projekt des Vereins "Beratung und Weiterbildung in der Friedensarbeit e.V." an der FH Düsseldorf von Prof. Christiane Rajewsky, Ria Proske und Adelheid Schmitz erarbeitet. Seitdem wird sie von Ria Proske fortlaufend aktualisiert und mit Kinderbüchern für die Altersgruppe 3 bis 10 Jahre ergänzt.

Kontakt:
Ria Proske, Hunsrückstr. 16, 50739 Köln, Tel.: 0221-176808
Email: ria@proske.de

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