Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Vertrauen in die Macht der Gewaltfreiheit

Gewaltfreiheit kann nur praktizieren, wer ein gewisses Vertrauen in die »Macht der Gewaltfreiheit&laqno; entwickelt hat. Natürlich können auch SkeptikerInnen an Aktionen teilnehmen. Aber zumindest der Kern der AkteurInnen (und je nach Aktionsplanung eventuell auch alle Beteiligten) sollten dieses Zutrauen in Gewaltfreiheit und die Akzeptanz der Prinzipien gewaltfreien Handelns besitzen.

"Derjenige, der von vornherein immer wieder emphatisch erklärt, die Umgestaltung unserer Ordnung könne doch nur gewaltsam erfolgen, mag schon durch diese Voraussage selber dazu beitragen, die Aussichten der gewaltsamen Konfliktaustragung zu vermehren und damit die der gewaltfreien Lösungen zu verringern. Umgekehrt mag derjenige, der nach bestem Wissen und Gewissen zu der Schlußfolgerung gelangt, daß die gewaltfreie Aktion eine ernstzunehmende, wenn auch sicherlich nicht immer quantitativ festzustellende Chance der Verwirklichung ihrer Ziele hat, durch die Konstatierung, Begründung und Publizierung dieser Prognose selber die Chancen der Gewaltfreiheit mehren."

Ossip K. Flechtheim: Zur Kritik der Gewalt. In: Gewaltfreie Aktion, Heft 4, 2. Quartal 1970, S. 13.

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