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Trainings (in ihren vielfältigen Ausformungen) vermitteln Kenntnisse über historische Prozesse, schulen die soziale und politische Phantasie oder üben konkrete Verhaltensweisen ein. Einen besonders wichtigen Stellenwert haben sie in der konkreten Vorbereitung von Aktionen. Dabei geht es sowohl um Strategieentwicklung, als auch um das Kennenlernen und Verändern eigener Verhaltensweisen in zu erwartenden Situationen. Eine zentrale Methode bei Trainings sind Rollenspiele.
Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt bei Aktionstrainings ist, daß die TeilnehmerInnen untereinander Vertrauen entwickeln und so ein Gefühl der gegenseitigen Verläßlichkeit wachsen kann. Um dies zu erreichen, werden bei größeren Aktionen häufig auch sogenannte Bezugsgruppen gebildet, d.h. alle TeilnehmerInnen sind in Gruppen von 10 bis 20 Personen organisiert und handeln nur in und mit Absprache dieser Gruppe.
"Die TrainierInnen sehen ihre Aufgabe als eine langfristige. Sie wollen gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, Konflikte ohne Waffengewalt zu lösen, fördern und damit dem so entsetzlich weit verbreiteten Haß und Mißtrauen zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten, die sich alle als die Opfer des Krieges und ðdie anderenÐ als die Täter, als die Schuldigen, sehen, begegnen; Haß zwischen den Einheimischen und den zugewanderten Flüchtlingen abbauen. (...)
Aus diesem Grund steht Kommunikation oft im Mittelpunkt in den Trainings. Es geht darum, zu lernen, sich gegenseitig zuzuhören, andere Standpunkte als gleichberechtigt bestehen zu lassen, hinter 'Positionen' die 'Interessen' und 'Bedürfnisse' zu erkennen und Lösungen zu finden, die den wahren Interessen/Bedürfnissen beider Seiten entgegenkommen. Gleichzeitig ermöglichen solche Seminare den Teilnehmenden, sich mit der Situation in ihrem Land frei auseinanderzusetzen, das Erlebte und Erlittene zu verarbeiten und Hoffnung für die Zukunft zu schöpfen."
Bund für Soziale Verteidigung, Rundbrief 2/95, S. 7.