Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Personen

Viele Strömungen, Ideen und Aktionen haben dazu beigetragen, die Idee der Gewaltfreiheit auszuformulieren und die verschiedenen Aktionsmethoden immer mehr zu verfeinern.

Zu dieser Geschichte gehören herausragende Persönlichkeiten ebenso wie Schlüsselaktionen, die schlaglichtartig ein Problem deutlich machten und zur Abschaffung von Unrecht beitrugen. Sicher gilt es, die jeweils historische und gesellschaftliche Situation zu berücksichtigen, dennoch sind eine Reihe von wichtigen Parallelen bei vielen Aktionen festzuhalten. So spielten über lange Zeit herausragende Persönlichkeiten ebenso eine zentrale Rolle wie der spirituelle Hintergrund der Akteure. Andererseits hat sich gerade in der jüngsten Geschichte (u.a. bei den Umwälzungen in Osteuropa) gezeigt, daß auch Aktionen ohne diese Elemente erfolgreich sein können.
Obwohl die Aktionsformen des zivilen Ungehorsams die spektakulärsten Elemente darstellen, war immer auch der Bildungs- und Produktionsbereich im Blickfeld der Akteure. So errichtete z.B. Tolstoj eine eigene Schule und bei Gandhi war ein wesentliches Element des Widerstandes gegen die Kolonialmacht England ein Dorfentwicklungsprogramm, das auf der handwerklichen Verarbeitung von Baumwolle aufgebaut war. Martin Luther King entwickelte neben seinen bekannten "freedom-rides" auch Alphabetisierungsprogramme und Hilfen zur Wahlregistrierung.
Obwohl Personen wie Gandhi und King zur Entwicklung der Theorie und Praxis der Gewaltfreiheit Grundlegendes beigetragen haben, sind andererseits unzählige unbekannte und ungenannte Personen aus allen Ländern stets Akteure von gewaltfreiem Handeln gewesen. Hierzu gehören Deserteure und Kriegsdienstverweigerer ebenso, wie Mütter in Argentinien oder Rußland, die ihre verschwundenen Kinder suchen oder die Hunderttausende, die in den Ländern Osteuropas auf die Straße gingen, um gesellschaftliche Veränderungen zu erzwingen.
Die im Folgenden vorgestellten Personen können nur eine kleine, exemplarische Auswahl sein. Neben biographischen Informationen wurden dabei auch Schlüsseltexte analytischer und literarischer Art aufgenommen, um die Denk- und Handlungsweise zu veranschaulichen.

Günther Gugel: Wir werden nicht weichen. Erfahrungen mit Gewaltfreiheit. Eine praxisorientierte Einführung. Tübingen 1996.


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