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Bedeutet zunächst den geschickten Gebrauch der Hände, "Steuerung", "Kunstgriff", "Handgriff". Daneben versteht man unter Manipulation auch den Eingriff in ein vorgefundenes Bild-, Ton- oder Textmaterial mit der Intention der Täuschung oder Überrumpelung des Zuschauers, Hörers oder Lesers. Die Arbeit in den Medien ist ohne "Manipulation" im weiteren Sinn nicht denkbar.
positiv: Für jede Fernsehsendung (Nachricht, Film, Reportage) muß das Filmmaterial bearbeitet, das heißt "manipuliert" werden. Durch Schnitt, Umschnitt, Soften, Vertonung etc. wird die Welt im Bild neu geordnet und in Beziehung gesetzt. Die mehr oder weniger kunstvolle "Manipulation" ist die Voraussetzung für jeden Film, ist Grundlage der Filmgeschichte überhaupt.
negativ: Im Dienste der politischen Propaganda und der Täuschung wird und wurde mit Filmmaterial stets manipuliert. Es gibt viele Beispiele aus der Frühzeit des Films, und der nationalsozialistische Dokumentarfilm, die Wochenschauen gehören hier ebenso dazu wie Filme im Dienste der ehemaligen DDR-Propaganda. Zur Durchsetzung politischer Ziele ist bei allen größeren Konflikten (Weltkriege, Vietnam, Zweiter Golf-Krieg, Somalia, Ex-Jugoslawien etc.) mit Bildmaterial massiv manipuliert worden. Manipulation korreliert dann immer mit unmittelbarer zielgerichteter Propaganda. Beispiel: Am 10. Kriegstag des Zweiten Golfkriegs (Januar 1991) zeigte das Fernsehen einen ölverschmierten Seevogel, der eine Uferböschung hinauftorkelte, eine weitere Einstellung zeigte einen Vogelkadaver. Erst später wurde enthüllt, daß es sich hierbei um altes Archivmaterial handelte. Die subtile Emotionalisierung des Zuschauers gegen den "Terroristen" Saddam Hussein war damit gewährleistet. In fast jeder Nachrichtensendung lassen sich manipulatorische Aspekte entdecken.7