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Die Auslandsberichterstattung wird vor allen Dingen durch ARD und ZDF sichergestellt. Das Korrespondentennetz der beiden Anstalten gilt im internationalen Vergleich als das größte und qualitativ beste. Durch die exponierte Arbeit haben sich viele Korrespondenten einen Namen gemacht. Die Tätigkeit gilt als Sprungbrett für die weitere Karriere (vgl. den Berufsweg von WDR-Intendant Fritz Pleitgen).
positiv: Für die Wahrnehmung der heute globalen Fragen und Probleme ist die Auslandsberichterstattung unerläßlich. Sie steht und fällt mit der journalistischen Qualität der dabei beschäftigten Korrespondenten. Im Idealfall ist der Hintergrund, über den berichtet wird, u.U. wichtiger als das Ereignis selbst, das in den Blick der Kamera gerückt wird.
negativ: Der Korrespondent wird immer wieder zum Agenten der Fernseh-Sensation. Je blutiger das Ereignis, desto sicherer wird darüber in Bild und Ton berichtet. Der aufklärerische Wert ist zweifelhaft. Rolf Hädrich meinte: "Eine der schlimmsten Erscheinungen des Fernsehens sind die sogenannten Korrespondenten, die überall in der Welt vor irgendwelchen Weißen Häusern oder Roten Plätzen herumstehen und Abend für Abend verkünden, was wir eh schon aus den Nachrichten wissen. Die Filmaufnahme sagt mehr aus über den Korrespondenten als über den Inhalt seiner Ansprache, ja sie verdeckt diesen zumeist. Wir sehen, wie er gekleidet, frisiert, gelaunt ist, wie er sich Mühe gibt, uns zu zeigen, daß er alles besser weiß als die Zuhausegebliebenen, aber für seine Rede besagen die Filmaufnahmen gar nichts, im Gegenteil: der Korrespondent steht seinen Informationen sichtlich im Wege."6