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Der Begriff benennt ursprünglich eine theologische Richtung innerhalb des amerikanischen Protestantismus und betont gegenüber modernistischen Zeitströmungen das festzuhaltende "Fundament" des Glaubens. Der Begriff wird seit einigen Jahren jedoch als undifferenziertes Schlagwort gegenüber orthodoxen islamischen Strömungen in den Medien verwendet. In vielen Berichten dient das Wort zur Dämonisierung der moslemischen Tradition, dabei wird kaum zwischen der shiitischen und sunnitischen Strömung unterschieden. Als Schreckgespenst und ideologisch instrumentalisierter Ahne des "Fundamentalismus" neuerer Zeit in den Medien dient auch das Regime des Ayatollah Khomeini (1900-1989) und seine Politik der Islamisierung des Irans. Das Wort ist heute völlig unscharf geworden, dennoch bedienen sich die Journalisten dieses Begriffs. (Vergleiche die Etikettierung von "Fundis" und "Realos" z.B. bei den Grünen.) In der Berichterstattung über den Balkankrieg und die "Dritte Welt" ist das Schlagwort oft zu entdecken. Objektiv werden damit undifferenzierte Feindbilder wachgerufen; Fanatismus, Glaubenskrieg und religiöse "Besessenheit" schwingen mit. Für eine seriöse Analyse ist das Wort kaum geeignet, obwohl es in aller Munde ist.