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In der geopolitischen Fernsehberichterstattung dominiert ein antagonistisches Weltbild, ein Dualismus zwischen "Gut" und "Böse". Das Medium operiert bewußt oder unbewußt mit Stereotypen (Feindbildern) , indem es zum Beispiel parteinehmend über Kriege und Konflikte berichtet, berichten muß. Bilder aus dem zerschossenen Sarajevo, die Flucht der Menschen vor unsichtbaren "Heckenschützen" zum Beispiel, nehmen in diesem Sinne ganz suggestiv Partei. Da die Bilder nur "Ausschnitte" zeigen können, haben sie notwendigerweise eine Position bezogen. Das Bild einer fliegenden Rakete über Bagdad ist nicht nur ein Abbild der Kriegstechnik, es provoziert auch eine Kriegsethik der Abstrafung, wobei das "Böse" nicht einmal mehr ins Bild gerückt ist.