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Der Begriff umschreibt eine Perspektive und Sehweise, die die gezeigten Bilder und Ereignisse jeweils aus der europäischen Betroffenheit spiegeln. Das kann bedeuten, daß zum Beispiel das Welternährungsproblem in einem Auslandsbericht allein aus europäischer Sicht beleuchtet wird. Vermeintlich aufklärende Filme sprechen im fatalen Bild von der "Bevölkerungsexplosion" und suggerieren ein Selbstverschulden der "Dritten Welt" in diesen Fragen. Kurz: vor allem europäisches Denken, Handeln und Fühlen diktierten den Impetus dieser Filme; die Perspektive ist in ihrer Konsequenz postkolonial und global-egozentrisch. Auch Teile der Balkanberichterstattung sind eurozentristisch disponiert, das gilt vor allem für die Beschreibung des "osmanischen" oder islamischen Einflusses in dieser Region, für die Greuelberichte über Massaker, Blutbäder und Schändungen, denen unausgesprochen ein "heiles" und "einiges" Abendland - in der die Fernsehstation ihren Sitz hat - gegenübersteht.