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Im Zeichen eines verstärkten Nord-Süd-Dialogs wird die Wichtigkeit der Berichterstattung aus der "Dritten Welt" von allen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten betont. Weltspiegel und auslandsjournal verstehen sich als die Flaggschiffe der Auslandsinformation im Fernsehen. Im Zusammenhang mit dem ZDF-Staatsvertrag heißt das: "Die Information soll umfassend, wahrheitsgetreu und sachlich sein. Herkunft und Inhalt der zur Veröffentlichung bestimmten Berichte sind sorgfältig zu prüfen."1
positiv: Die Berichterstattung erfüllt vor allem dann ihren Sinn, wenn sie über die faktische Ablichtung von Tatsachen und Hintergründen hinausweist und die globale Vernetzung der Probleme aufzeigen kann. Sie lädt im günstigen Fall zur weltweiten Diskussion über geglücktes menschliches Miteinander ein und zeigt "maßstabsgetreu" und ohne Verzerrung auf ungelöste Fragen und Näte; sie diskutiert Lösungsansätze.
negativ: Die Berichterstattung über die "Dritte Welt" ist auf dem Bildschirm in aller Regel "konkurrenzlos", weil der Korrespondent in der Fremde kaum einer Kontrolle unterliegt. Tod, Hunger und Katastrophen bestimmen über weite Strecken das Selbstverständnis in diesen Berichten. Die Südregion wird aus dieser Perspektive als Hort des Krieges und der Anarchie gezeigt und bedient in unzulässiger Weise "nördliche" Vorurteile.