Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Bilder von Kriegsgefangenen

Die Fernsehbilder von Kriegsgefangenen des Iraks und der USA haben eine Diskussion über das humanitäre Völkerrecht entfacht.

Am 23.3.2003 hatten Fernsehsender Bilder gefangener US-Soldaten ausgestrahlt. Auf diesen irakischen Bildern war zu sehen, wie verängstigte Männer und eine Frau in US-Uniform nach der Gefangennahme verhört wurden. Bereits in den ersten Kriegstagen waren gefangen genommene Iraker im Fernsehen zu sehen gewesen.

Die Genfer Konvention verpflichtet Krieg führende Staaten, Kriegsgefangene zu schützen "vor Gewalttätigkeit oder Einschüchterung, Beleidigung und der öffentlichen Neugier".

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte nach der Ausstrahlung der Bilder darauf gedrungen, dass Bagdad sich an die Genfer Konvention halten müsse.

CDU-Medienpolitiker Günter Nooke nannte die Entscheidung deutscher Sender, die Bilder der Gefangenen ebenfalls zu zeigen "unverständlich und falsch". Die Sender machten sich so "zum Mittäter an einem Vergehen wider das humanitäre Kriegsvölkerrecht", sagte Nooke. ARD, ZDF und n-tv rechtfertigten die Ausstrahlung als Dokumentation des Krieges.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sieht in der Veröffentlichung der Bilder einen Verstoß gegen die Genfer Konvention.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte, dass deutsche Zeitungen die Fotos irakischer und US-Kriegsgefangener druckten. Sie verstießen gegen den Pressekodex.

Vgl. Frankfurter Rundschau, 25.3.2003.

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