Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Rhetorische Strategien

In politischen Reden sind u.a. folgende rhetorische Strategien zu finden. Werden sie korrekt und fair angewandt, stellen sie einen wichtigen Beitrag zur politischen Kultur dar.

In Kriegszeiten werden diese Strategien allerdings einseitig und manipulativ angewandt.

1. Konzequenzen aufzeigen

Werden positive und negative Konsequenzen gegeneinander abgewogen und öffentlich dargestellt?

2. Analogien bilden

Ist die verglichene Situation für die Übertragbarkeit von Schlussfolgerungen hinreichend ähnlich?

3. Induktive Erfahrung

Stützt die Heranziehung historischer (persönlicher o.ä.) Erfahrungen die Richtigkeit der Argumentation?

4. Berufung auf (quantiative, qualitative, moralische) Autoritäten

Auf welche Autoritäten wird zurückgegriffen? Warum soll durch die Autorität die eigene Argumentation gestärkt werden? Wird dem Gegner abgesprochen die Eigenschaften einer Autorität zu besitzen, bzw. diese für sich in Anspruch nehmen zu können?

5. Moralische Argumentation

Warum wird eine Aufteilung der Positionen in „Gut“ und „Böse“ vorgenommen? Wird der gegnerischen Position Unmoral unterstellt?

Diese Strategien können korrekt angewendet werden (rationaler Diskurs) oder aber (gerade in Krisen- und Kriegssituationen) als Strategie der Desinformation verwendet werden.

Eine korrekte Anwendung unterstellt ein rationales Handeln der anderen Seite.

vgl: http://www.uni-bielefeld.de/lili/personen/kindt/texte/irakkonflikt.html

Walther Kindt, Swen Osterkamp: Rhetorik als Waffe im Kampf um die öffentliche Meinung - Argumentation und Persuasion im Irankonflikt. In: Claudia Fraas/Michael Klemm (Hrsg.) Mediendiskurse. Peter Lang, Frankfurt a.M., 2005, 268-285.

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