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1. Wer sind die Konfliktparteien, und warum wird politisch / militärisch gestritten?
2. Wie ist der Konflikt entstanden, und welche Argumente und Interessen liegen miteinander in Streit?
3. Welche Mittel haben die Konfliktparteien, ihre Interessen durchzusetzen, und welche Folgen ergeben sich darauf für die Konfliktlösung?
4. Wie reagiert die internationale Gemeinschaft auf diesen Konflikt?
5.1. Welche Kompromisse sind möglich, und wie sind diese politisch zu beurteilen (Erläuterung: Kompromisse suchen und beurteilen: z.B. Verhandlungen, Verständigung, Kooperation)?
5.2. Welches Ergebnis wurde erzielt, und wie ist dieses politisch zu beurteilen?
6. Wie können internationale Organisationen aussehen, die auf eine Prävention von Weltgefährdungen zielen?
7. Was folgt aus der Bearbeitung dieses politischen Konflikts für mich und mein eigenes Verhalten?
(Erläuterung: Die Frage zielt auf eine Rationalisierung eigener Betroffenheit und dokumentiert das Bemühen, Theorie und Praxis zusammenzubringen. Der Begriff &Mac226;Verhalten‘ ist pragmatisch und umfassend gemeint: Es geht um Konsequenzen für das weitere Lernverhalten, das zukünftige Sozial- und Alltagsverhalten sowie um mögliche Folgen für das eigene politische Handeln oder politische Nichthandeln.)
Angeregt durch Bernd Janssen: Methodenorientierter Politikunterricht. Düsseldorf 1992, S. 32ff. und Dieter Senghaas / Michael Zürn: Kernfragen für die Friedenspolitik der neunziger Jahre. In: PVS, 3 / 1992, S. 455ff. Zit. nach: Buchners Kolleg Politik, Band 4: Internationale Politik. Grundlagen, Ziele, Probleme. Bamberg 1996, S. 139f.
Vgl. CD-ROM "Konflikte XXL_Global", Institut für Friedenspädagogik, Tübingen/Bonn 2002