Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Konflikteskalation

Das Problem der Konflikteskalation liegt darin, dass mit jeder Eskalationsstufe ganze Kategorien von Handlungsmöglichkeiten aufgegeben werden und das eigene Verhalten sowie das des Gegners immer weiter eingeengt wird. Der Übergang von Stufe zu Stufe kann auch als das Abgleiten von einem Regressionsniveau zu einem noch niedrigeren Regressionsniveau dargestellt werden.
Konflikteskalation ist gefährlich, weil ...
– Konflikte außer Kontrolle geraten können;
– immer weniger Handlungsalternativen zur Verfügung stehen;
– Gewalt als Handlungsmöglichkeit zunehmend einbezogen und angewandt wird;
– nicht mehr gemeinsame Lösungen, sondern Sieg oder Niederlage des Gegners im Vordergrund stehen;
– eine Personifizierung des Konfliktes stattfindet;
– Emotionen die Überhand gewinnen;
– Zerstörung und Vernichtung zum eigentlichen Handlungsziel werden.
Es geht also darum, einer Konflikteskalation Stufen der Deeskalation gegenüberzustellen. Antworten und Handlungsmöglichkeiten auf jeder Stufe zu finden, die Gewalt begrenzen oder ganz ausschließen sowie auf Kooperation und Verhandlungslösungen abzielen.

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