Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Pax Christi

"Den Krieg sofort stoppen"

Pax Christi zu Nato-Angriff
Zum Krieg um Kosovo hat die deutsche Sektion der katholischen Friedensorganisation Pax Christi eine Stellungnahme abgegeben.

"Das militärische Eingreifen von NatoStreitkräften in den Kosovo-Konflikt hat zu einer Intensivierung des brutalen Kampfes gegen die Zivilbevölkerung in der Krisenregion geführt. (. . . ) Auch wenn die Hauptverantwortung für die Eskalation des Konfliktes eindeutig der jugoslawischen Führung anzulasten ist, trägt die Bundesrepublik Deutschland wegen ihrer Beteiligung an der Nato-Militäraktion eine große Mitverantwortung dafür, daß eine humanitäre Katastrophe abgewendet werden kann.

Nur ein sofortiger Stopp aller Kriegshandlungen kann das Leben der Menschen im Kosovo retten. Die militärischen Aktionen der Nato sind durch das internationale Völkerrecht nicht gedeckt. (. . . ) Eine Fortsetzung der Luftangriffe birgt die Gefahr einer Internationalisierung des Krieges in sich. (. . . ) Pax Christi fordert daher

(. . . ) Pax Christi appelliert ( . . . ) an die Bundesregierung, insbesondere Mazedonien und Albanien bei der Erstaufnahme der Flüchtlinge großzügige Hilfe zu gewähren. (. . . )

Pax Christi fordert die Bundesregierung und die Verantwortlichen in den Ländern (. . . ) auf, sich unverzüglich darauf zu verständigen, daß Flüchtlinge aus dem Kosovo gemäß § 32 a des Ausländergesetzes vorübergehend Schutz in der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Pax Christi fordert weiterhin, daß die Bundesrepublik Deutschland sich bereit erklärt, aus der Krisenregion geflohene Menschen in angemessenem Umfang im Rahmen einer humanitären Hilfsaktion als Kontingentflüchtlinge aufzunehmen."

Dokumentiert in: Frankfurter Rundschau, 30.3.1999, S. 7, Auszüge.

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