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Vgl. T. Pfaffenholz: "Die Waffen nieder!" Konzepte und Wege der Kriegsbeendigung. In: V. Matthies (Hrsg.): Frieden durch Einmischung? Bonn 1993, S. 57 ff. |
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Erfolge: Vermittlung in zwischenstaatlichen Konflikten |
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"1. Versuche zum Konfliktmanagement waren insbesondere dann erfolgreich, wenn sich der Streit um Territorialfragen, Grenzverläufe, Zugang zu Ressourcen oder Beendigung von Kolonialherrschaft drehte. Vermittlungsversuche scheiterten hingegen öfter, wenn Konflikte ideologisch aufgeladen waren oder nationale Machtpositionen infrage standen. 2. Je länger eine militärische Auseinandersetzung dauerte und je mehr Opfer sie forderte, desto schwieriger wurde eine friedliche Konfliktlösung. Allerdings gelten zwei Einschränkungen: In den ersten Monaten nach Kriegsausbruch sind die Konfliktparteien oftmals noch relativ unzugänglich für Vermittlungsbemühungen. Außerdem können die Erfolgschancen auch nach längerem Kampfverlauf wieder steigen, wenn beide Konfliktparteien in eine Sackgasse geraten sind und Erschöpfung eingetreten ist. 3. Der Erfolg bei der Beendigung zwischenstaatlicher Kriege hing weniger von der ,Unparteilichkeit' des Vermittlers ab als von den Ressourcen, über die er verfügt. Streitbeilegungen gelangen eher, wenn sich die dritte Partei nicht auf die Anbahnung von Friedensgesprächen beschränkte, sondern direktiv in den Verhandlungsprozeß eingriff oder substantielle Anreize zur Kriegsbeendigung bot. 4. Konfliktmanagement in zwischenstaatlichen Konflikten gelingt selten, wenn ein Land dem anderen in der wirtschaftlichen, politischen und militärischen Macht deutlich überlegen ist. Kriege zwischen gleichrangigen Staaten lassen sich hingegen leichter beilegen, insbesondere wenn es sich um verhältnismäßig schwache Staaten handelt." Stiftung Entwicklung und Frieden: Globale Trends 93/94. Daten zur Weltentwicklung. Frankfurt 1993, S. 189. |