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Anti-Gewalt-Training in Berlin. Kriminalhauptkommissar Reinhard Kautz birngt Bürgern in Abendkursen bei, wie sie sich in gefährlichen Situationen verhalten sollten: Er rät:
- Wenn Sie auf dunkler Straße verfolgt werden: Umdrehen, den möglichen Täter selbstbewußt ansprechen: "Verfolgen Sie mich etwa?" Wenn Sie sich unsicher fühlen: laut schreien. Von 100 Tätern laufen 95 davon, wenn jemand brüllt: "Hilfe, Polizei!"*
- Wenn Sie sich in der U-Bahn bedroht fühlen: aufstehen, laut andere Menschen um Hilfe bitten.
- Wenn sie in der U-Bahn sehen, daß jemand bedroht wird: hingehen, fragen, ob Hilfe gebraucht wird. Ist die Bedrohung offensichtlich (z.B. randalierende Skinheads), Notbremse ziehen. Das alamiert den Schaffner. Er kann über Funk die Polizei anrufen.
- Wenn Sie auf offener Straße sehen, wie jemand zusammengeschlagen wird: nicht dazwischentreten (außer Sie sind Kampfsport-Experte): Laut rufen: "Ich hole die Polizei." Umstehende Zeugen aufmerksam machen.
- Von Bewaffnung rät Kautz grundsätzlich ab. Einzige Empfehlung: ein batteriebetriebener Taschenalarm, der auf Knofpdruck gellend pfeift.
Tango, Nr. 52/94, S. 88.
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