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Die Berufsgenossenschaft: Verhalten bei einem Überfall.

Die Berufsgenossenschaft informiert:

3.1 Verhalten während eines Überfalls

  • Bleiben Sie zumindest äußerlich ruhig, verbindlich und selbstsicher, versuchen Sie, den Schreck zu überwinden.
  • Keine gefahrbringende Gegenwehr oder Provokation; lieber einmal mehr überlegen, bevor Sie etwas tun.
  • Bei Geiselnahme: Tun Sie alles, um Geiseln und Täter zu beruhigen.
  • Folgen Sie allen Weisungen, die unter vorgehaltener Waffe gegeben werden.

    Leben und Gesundheit haben absoluten Vorrang.

  • Sind Sie nicht unmittelbar bedroht, schnellstens Stillen Alarm auslösen.

    Lauter Alarm kann zur Eskalation führen. Er sollte nur ausgelöst werden, wenn dadurch keine zusätzliche Gefährdung entsteht.

  • Rufen Sie gedanklich die Fragen des "Fahndungsblattes" ab. Dann gelingt Ihnen nachher eine bessere Täterbeschreibung.

3.2 Verhalten nach einem Überfall

  • Helfen Sie zuerst Verletzten oder Gefesselten. Rufen Sie erforderlichenfalls einen Arzt oder Krankenwagen.
  • Alarmieren Sie die Polizei oder überzeugen Sie sich, ob der vorher ausgelöste Alarm angekommen ist.
  • Berühren Sie möglichst nichts und sorgen Sie dafür, dass alle den Tatraum verlassen. Stellen Sie den Geschäfsbetrieb ein.
  • Alle Zeugen, auch die Kunden, sollten außerhalb des Tatraumes auf die Polizei warten. Lassen Sie Namen und Adressen der Zeugen aufschreiben und einsammeln.
  • Notieren Sie Ihre Beobachtungen zur Zeit des Überfalls auf dem Fahndungsblatt.
  • Informieren Sie Ihren Vorgesetzten.
  • Vermeiden Sie alle unnötigen Gespräche, damit nicht Eindrücke verwischt werden.
  • Keine Auskünfte oder Fotoerlaubnis an die Presse; vorschnell gegebene Informationen erschweren die Fahndung.

3.3 Fahndungsblatt Raubüberfall

Bitte füllen Sie das Blatt allein aus.
Geben Sie nur an, was Sie tatsächlich wahrgenommen haben (keine Vermutung). Im Zweifel - oder wenn Sie sich auf Anhieb nicht erinnern können - verzichten Sie lieber auf die Antwort, oder tragen Sie ? ein.
Geben Sie Ihr Fahndungsblatt unaufgefordert dem nächsten
Polizeibeamten. Er leitet es weiter.
Für jeden Täter ein gesondertes Blatt verwenden.

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (Hrsg.): Empfehlungen zur Erstellung einer Betriebsanweisung Spielhallen". Schriftenreihe Prävention, SP
9.11/1. Ausgabe 4.97, Hamburg 1997, S. 8 f.

 

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