Home / Themen / Gewaltpräventio... / Kapitel 4.1.1: Soziale Wahrnehmung
In diesem Baustein wird gezeigt, wie eingeschränkt und fehlerhaft menschliche Wahrnehmung sein kann. Anhand vielfältiger Beispiele und Experimente wird soziale Wahrnehmung geschult und refl ektiert. Desweiteren werden Möglichkeiten der Korrekturvon Wahrnehmung angeboten.
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Wahrnehmung ist kein fotografisch-objektives Registrieren der Umwelt. Unsere Sinne können uns täuschen – sie sind zahlreichen Korrekturen, Störungen und Fehlern unterworfen.
Handeln in Problem- und noch mehr in Gewaltsituationen beruht häufig auf eingeschränkter Wahrnehmungsfähigkeit, verbunden mit mangelnder Informationsverarbeitung. Sind diese Situationen zudem noch emotional stark aufgeladen, schränken sich unsere Verhaltensmöglichkeiten auf we nige „erprobte Konstanten" ein. Doch diese sind meist nicht angemessen.
Fehlwahrnehmungen, eingeschränkte Wahrnehmungen oder falsche Interpretation und Verarbeitung des Wahrgenommenen, bewirken oft falsche oder unangemessene Reaktionen.
Die Schulung von Wahrnehmung, das Kennen von Wahrnehmungsprinzipi en und das Wissen, dass Wahrnehmung immer lücken- und fehlerhaft ist, verbunden mit der Überprüfung des Wahrgenommenen und dessen Interpretation, sind zentrale Voraussetzungen für gelungene Kommunikation, aber auch für konstruktive Konfliktbearbeitung und einen deeskalierenden Umgang mit Gewaltsituationen.
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Günther Gugel
Handbuch Gewaltprävention |