Home / Themen / Gewaltpräventio... / Kapitel 2.2: Gewalt in der Schule
In diesem Baustein wird geklärt, was unter Gewalt in der Schule zu verstehen ist, wo Gewalt in der Schule vorkommt und von wem sie ausgeübt wird. Die Materialien erleichtern eine Bestandsaufnahme „Gewalt an unserer Schule“.
Hier finden Sie das ganze Kapitel als PDF Datei:
Gewalt in der Schule ist ein Problem. Was jedoch genau unter Gewalt an Schulen verstanden wird und wie diese eingeschätzt und bewertet wird, ist sehr verschieden.
Gewalt an Schulen wird häufig mit Gewalt von Schülern gleichgesetzt. Schülergewalt wird von Klewin u.a. in drei Verhaltensgruppen unterteilt:
– Körperlicher Zwang und physische Schädigung: Im Rahmen von Auseinandersetzungen
und Konflikten wird körperliche Gewalt angewendet, um den anderen zu schädigen.
– Verbale Attacke und psychische Schädigung: Beleidigungen, Erniedrigungen, emotionale Erpressungen.
– Bullying: In einer spezifischen Opfer-Täter-Beziehung wird das Opfer dauerhaft gequält und drangsaliert, wobei körperliche und psychische Gewalt angewendet wird.
Schülergewalt ist jedoch nur ein Aspekt des Problems. Weitere sind: Gewalt, die vom Lehrpersonal oder von Schulstrukturen und ihrer Verfasstheit ausgeht. Die Diskussion um Gewalt an Schulen und Gewaltprävention muss auch diese Formen einbeziehen. Gewaltprävention muss alle Arten von Gewalt im Blick haben.
Häufig werden keine klaren Grenzen zwischen Gewalt und deviantem Verhalten (Diebstahl, Drogenkonsum, Schwänzen, Mogeln usw. ) gezogen. In der deutschen Diskussion um Gewalt in Schulen wird der körperlichen Gewalt und dem Bereich der verbalen Gewalt besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Im Bereich der Grundschule kommt insbesondere dem Bereich der sprachlichen Umgangsweisen aber auch dem Phänomen der Ausgrenzung besondere Bedeutung zu.
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Günther Gugel
Handbuch Gewaltprävention |