Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Rita Haller-Haidt

Rita Haller-Haidt ist Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg und frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Er drängt sich nicht auf beim Lesen der täglichen Zeitung, der Zusammenhang zwischen den vielen bewaffneten Konflikten in der Welt und einem Institut in der Tübinger Corrensstraße. Aber an diesem Zusammenhang arbeitet das Institut für Friedenspädagogik seit nun 30 Jahren. Dabei ist sein großes Verdienst, dass es unermüdlich deutlich macht, dass Frieden in den Köpfen der Menschen beginnt. Und zwar nicht erst in den Köpfen von Diplomaten und Diktatoren, sondern in den Köpfen von uns allen. Daher ist die tägliche Arbeit gegen Gewalt an Schulen, gegen zunehmende Toleranz gegen Rechtsextremismus, für Wege der Konfliktbewältigung und der Gewaltprävention so unverzichtbar und wichtig. Nicht trotz der existierenden Kriege, sondern wegen ihnen. Der amerikanische Schriftsteller Kurt Vonnegut, der in den späten Sechzigerjahren mit einem Buch über die Bombardierung Dresdens bekannt wurde, beschreibt eine Szene, in der er sagt, er wolle ein Anti-Kriegs-Buch schreiben. Die Frau eines Veteranen meint, er solle doch besser ein Anti-Gletscher-Buch schreiben, oder eines gegen schlechtes Wetter. Genau diese Haltung dürfen wir nicht zulassen und daher freue ich mich über jeden Baustein, den das Institut für Friedenspädagogik dazu beiträgt, dass wir erkennen, dass Krieg nicht unvermeidlich und Frieden möglich ist.

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Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. (Hrsg): Promote Peace Education! Viele Stimmen für den Frieden. Tübingen 2006, S.38.

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