Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Renate Grasse

Renate Grasse, Pädagogin M. A., ist Mitarbeiterin der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik München e. V. und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung.

Angenommen, es gäbe eine internationale vergleichende Studie – eine Art PISA-Studie – über den Kenntnisstand der Kinder und Jugendlichen über Menschenrechte, Friedensprobleme und Friedensstrategien, über die Breite und Qualität ihrer Handlungsoptionen bei individuellen und gesellschaftlichen Konflikten, über den Grad ihrer Einmischung in politische Prozesse. An welcher Stelle in der Weltrangliste für diesen Bildungsbereich würde Deutschland stehen? Und wenn der Platz in der Mitte oder weiter unten läge, wäre das ein Anlass zur Scham, würde es gar als Bildungskatastrophe gedeutet? Ja, was wäre dann? Zum einen würde sich in einer solchen Studie eine hohe Wertschätzung für Friedenserziehung ausdrücken, denn eine vergleichende Untersuchung leistet sich eine Gesellschaft nur über das, was ihr wichtig erscheint. Zum anderen wäre die Friedenspädagogik in weit höherem Ausmaß als vor 30 Jahren in der Lage, Friedensfähigkeit auszudifferenzieren und Wege zu beschreiben, wie sie wachsen kann. Und zum dritten wäre zu hoffen, dass über der Studie nicht vergessen wird, dass zur Friedenserziehung auch Unermessliches gehört, zum Beispiel das Entwicklungspotenzial der Begegnung mit Anderen und die Zuversicht durch gemeinsames Handeln.

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Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. (Hrsg): Promote Peace Education! Viele Stimmen für den Frieden. Tübingen 2006, S.37.

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