Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Annette Widmann-Mauz

Annette Widmann-Mauz, Mitglied der CDU-CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages, ist unter anderem Mitglied im Fraktionsvorstand.

Der Frieden ist das höchste politische Gut. Doch erst der Rechtsstaat begründet den Frieden. Das Recht ist die Bedingung der Möglichkeit von Frieden. Daher gilt: Es soll kein Krieg herrschen, sondern Recht. Diese Einsicht unterliegt unseren politischen Bemühungen, Frieden auf Dauer zu stiften. Das große Verdienst der Friedenspädagogik ist es, unterschwelliger anzusetzen, gewissermaßen präventiver zu wirken. Gewaltsame
Konflikte kennzeichnen viele Teile unserer Welt. In einigen Ländern prägt physische und psychische Gewalt große Bereiche des Alltags. Sie prägen das Bewusstsein der Menschen, vor allem von Kindern. Kinder, die unter destruktiven und instabilen Verhältnissen aufwachsen, tragen – meist unreflektiert – zur Reproduktion der Gewalt bei. Friedenspädagogik hilft, die Tendenz zur Gewaltbereitschaft einzudämmen. Der konstruktive Umgang mit Gewalt ist erlernbar. Friedenspädagogik sollte Kinder für unterschiedliche Ausprägungen von Gewalt sensibilisieren, ihre kommunikativen und sozialen Fähigkeiten fördern und sie stark machen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Genau dies wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Tübinger Instituts für Friedenspädagogik vorbildhaft getan. Auf diese Weise leisten Sie einen ganz wichtigen Beitrag, das gesellschaftliche Fundament des Rechtsstaates zu stärken und so für eine friedlichere Zukunft zu sorgen. Ich wünsche Ihrer Arbeit weiterhin von Herzen viel Erfolg.

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Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. (Hrsg): Promote Peace Education! Viele Stimmen für den Frieden. Tübingen 2006, S.97.

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