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Grundbedingungen des Friedens sind u.a die Überwindung und Vermeidung von Gewalt, die Mit- und Selbstbestimmung sowie die Gewaltfreie Konfliktlösung. Diese Prinzipien müssen sich auch in den angewandten Methoden wiederfinden lassen. Methoden sollen so dazu beitragen
- gegen Gewalt auf allen Ebenen zu sensiblilieren;
- Friedlosigkeit aufzudecken;
- Ideologiekritik zu üben;
- Doppelmoral der Gewaltdiskussion durchschaubar zu machen;
- zur Teilnahme an politischem Handeln befähigen;
- Kompetenzen der TeilnehmerInnen einzubeziehen;
- Sichtweisen "von unten" anzubieten;
- Ökologisches Lernen fördern;
- die moralisch, ethischen Bezüge der jeweiligen Themen deutlich machen.
Als oberstes Kriterien für alle friedenspädagogischen Lernprozesse muß gelten, daß keine Gewalt im Bildungsprozeß produziert oder reproduziert werden darf. Dies bedeutet konkret, daß unter friedenspädagogischen Gesichtspunkten Methoden
- in der Sozialform eher Gruppenarbeit anstelle von Einzelarbeit fördern sollten, eher den Diskurs ermöglichen, denn die Belehrung propagieren müssen.
- in der Aktionsform eigenes recherchieren, bewerten und darstellen anstelle von nachvollziehen und übernehmen von Wissen stehen muß.
- in der Handlungsorientierung die politische Aktion (parlamentarisch und außerparlamentarisch) die Bildungsarbeit ergänzen und begleiten muß.
- in der allgemeinen Ausrichtung alle Aspekte des Lernens ("Kopf, Herz und Hand") anstelle von einseitig kognitiven Prozessen berücksichtig werden sollten.
Dies erfordert auch das Einbeziehen aller TeilnehmerInnen (wo immer das möglich ist) bei der Gestaltung von Lern- und Arbeitsprozessen.
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