Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Didaktische Materialien der Jugendverbände zur Friedenserziehung - eine Einschätzung (1992)

Günther Gugel
Bemerkungen zu Themen, Inhalten und Umsetzung der Materialien
   
 

Um einen Überblick der von den Jugendverbänden erstellten Materialien zum Themenbereich Friedenserziehung zu erhalten, wurden neben den im Bundesjugendring zusammengeschlossenen Verbänden alle Mitgliedseinrichtungen der 16 Landesjugendringe angeschrieben. In der vorliegenden Liste wurden über 90 Materialien zur Friedenserziehung, die im Zeitraum 1985 - 1992 erschienen sind, erfaßt. Ältere Materialien sind im Anhang verzeichnet.
Ein wesentliches Kriterium für die Erfassung war, daß das Material entweder von einem Jugendverband oder unter dessen Beteiligung erstellt oder herausgegeben wurde. Nicht erfaßt wurden Aufrufe, Stellungnahmen sowie Sachartikel in den Verbandszeitschriften. Alle Materialien sind in der Bibliothek des Vereins für Friedenspädagogik zugänglich. Die folgenden Aussagen beziehen sich nicht auf das gesamte Materialienangebot der Jugendverbände, sondern nur auf den Themenbereich Friedenerziehung, der dazu allerdings in ca. 30 Unterthemen untergliedert wurde (siehe Kasten).
Die erfaßten Materialien sind in ihrer Qualität und Ausgestaltung sehr heterogen. Die Spannweite der Arbeitshilfen geht von der Aneinanderreihungverschiedener Textfragmente bis zu sehr systematischen Ausarbeitungen. Sie reichen vom Umfang her von wenigen Seiten bis zu mehreren Bänden. Von der Gestaltung her variieren die Arbeitshilfen von kopierten (und z.T. kaum lesbaren) bis zu hochprofessionell gestalteten Materialien.
Es lassen sich mindestens drei Arten von Materialien unterscheiden:

  • Materialien, die offensichtlich dem Bedürfnis von MitarbeiterInnen spezieller Arbeitskreise und Gremien entstammen, angesichts bestimmter Ereignisse "etwas zu tun";
  • Materialien, die in Zusammenhang mit Jahresthemen und längerfristigen Planungen von Verbandsgremien erstellt wurden;
  • Materialien, die in Koproduktion mit externen Fachleuten entwickelt wurden.
 
Wozu didaktische Materialien
   
 

Didaktische Materialien werden erstellt um für die Praxis der Bildungsarbeit themenspezifische relevante Informationen (aktuelle Berichte, Hintergründe, Strukturen usw.) zur Verfügung zu haben. Didaktische Materialien sollen dabei die "Komplexität" reduzieren und strukturieren, ohne allzusehr zu vereinfachen oder gar zu verfälschen. Sie sollen Hilfestellung bei der Aneignung von Informationen und beim Verstehen von Hintergründen und Zusammenhängen bieten, ohne nur eine Interpretationsmöglichkeit (Weltsicht) als einzig Mögliche darzustellen. Dabei sollen sie das Rezeptionsniveau der AdressatInnen im Auge haben und auch deren Interessen an dem Thema einbeziehen.

Didaktische Materialien bedürfen so einer besonderen Art der Darstellung und Aufbereitung, um ihren Zweck erfüllen zu können. Diese Art ist in klassischer Form als der sog. "didaktischer Dreischritt" beschrieben: Sachanalyse, didaktische Analyse, Materialien. Viel häufiger wird jedoch eine integrierte Form der Darstellung, in der die Didaktik der Gestaltung immanent ist, ohne sie extra auszuweisen, gewählt.

In der Jugendarbeit werden eine Fülle von Material- und Arbeitshilfen erstellt und fast ausschließlich im Eigenverlag vertrieben. Dies geschieht nicht nur, um die Auseinandersetzung mit bestimmten Themen zu fördern, sondern auch um die verbandsspezifische Sichtweisen an ihre MitarbeiterInnen und Jugendlichen weiterzugeben. Nur so ist es auch zu verstehen, daß in den einzelnen Verbänden i.d.R. mit eigenen Materialien gearbeitet wird.

 
Die Themenbereiche
   
 

Es gibt Schlüsselthemen, die in der Jugendarbeit von vielen Verbänden aufgegriffen werden. Dies spiegelt sich auch bei den Themen der Materialien wieder, wobei zwei Themenfelder besonders häufig vorkommen: Fremdenfeindlichkeit/Rechtsextremismus und Kriegsdienstverweigerung. Zu diesen beiden Themen haben die meisten der von uns erfaßten Verbände eigene Materialien erstellt.

Drei weitere Themenbereiche sind ebenfalls stark vertreten: "Ökologie", "Umgang mit der Vergangenheit" sowie der "Nord-Süd-Konflikt". Diese fünf Themenfelder decken über 60 Prozent aller verfügbaren Materialien ab.

Die erfaßten Materialien zum "Nord-Süd-Konflikt" entstammen ausschließlich dem Spektrum der kirchlichen Jugendarbeit, in der das Thema traditionell in vielfältiger Form aufgegriffen wird.

Im Bereich "Ökologie" konnte nur eine Auswahl der Materialien berücksichtigt werden. Die Jugendorganisationen der Naturschutzverbände (z.B. BUND-Jugend) haben in den letzten Jahren eine kaum überschaubare Fülle von Publikationen erstellt, die sich mit allen Aspekten des tierischen und pflanzichen Lebens und dessen Bedrohung befassen. Allerdings sind diese unter dem Aspekt der Friedenserziehung nur zum Teil relevant. Die spezifische ökologische Dimension der Friedenserziehung betrachtet Konflikte, die aufgrund ökologischer Probleme entstehen, beschäftigt sich mit militärisch verursachter Umweltzerstörung und untersucht die gesellschaftlichen und staatspolitischen Konsequenzen ökologischer Fragestellungen und Lösungsansätze. In diesem engen Verständnis wurde das Thema Militär und Ökologie lediglich in einer Dokumentation des SCI aus dem Jahre 1985 aufgegriffen.

Themen werden vor allem dann in Materialien umgesetzt, wenn sie in längerfristigen Projekten oder Aktionen bearbeitet werden (oft sog. "Jahresthemen"), oder wenn sie (vor allem bei historischen Themen) mit wichtigen Ereignissen korrespondieren (z.B. Jahrestag der Reichspogromnacht).

In den Materialien zur Friedenserziehung, die von den Jugendverbänden Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre publiziert wurden, dominierten eindeutig sicherheitspolitische Themen (Nachrüstung, neue Militärstrategien, alternative Sicherheitskonzepte usw.). In den seit 1985 publizierten Materialien fehlt dieser Bereich völlig. Ebensowenig hat sich die Auseinandersetzung mit den Veränderungen in Osteuropa, mit der Legitimationskrise des Militärs oder mit dem europäischen Einigungsprozeß auf der Ebene der didaktischen Materialien niedergeschlagen. (Anzumerken ist hier jedoch, daß in den jeweiligen Jugendverbandszeitschriften gerade auch zu diesen Themen z.T. hervorragende Sachbeiträge zu finden sind.)

War in den 70er bis Anfang der 80er Jahre der Bereich der "Gewalt in der Spielzeugwelt" noch für viele Jugendverbände ein wichtiges Thema, zu dem Ratgeber erschienen und Aktionen durchgeführt wurden, so spielt auch dieser Bereich in den Materialien heute keine Rolle mehr.

Auch zum Thema "Gewalt", das in praktisch allen Verbandszeitschriften auftaucht (z.B. Jugendliche und Gewalt, Hooligans) werden didaktische Materialien kaum angeboten.

 
Die Art der Darstellung
   
 

In den friedenspädagogischen Materialien der Jugendverbände sind häufig zwei Darstellungstypen zu finden:

  • Sachtexte, die aus Zeitschriftren und wissenschaftliche Publikationen zusammengestellt und mit den Stellungnahmen des eigenen Verbandes und evtl. deren Untergliederung angereichtert wurden.
  • Eine zweite Darstellungsstruktur besteht darin, die Sachinformation auf ein Minimum zu reduzieren und dafür der Beschreibung von Aktionsmethoden breiten Raum zu geben.

Ein didaktischer Kommentar oder Reflexionen über mögliche Methoden und deren Einsatz ist nur sehr selten zu finden (etwa in: KJG: "Macht Frieden möglich" oder DRK: "Durch Menschlichkeit zum Frieden").
Auffallend ist auch, daß eine Verzahnung von Sachinhalt und Methodik bei 90 % der Materialien nicht geleistet wurde. Beide Bereiche stehen praktisch beziehungslos nebeneinander. Immer wieder zwingt sich einem auch der Eindruck auf, daß die Sachtexte eher das Ziel haben, emotionale Entrüstung zu produzieren, denn ein Verstehen von Zusammenhängen zu erleichtern.
Besonders augenfällig ist die einseitige Art der "Umsetzung" beim Themenbereich Kriegsdienstverweigerung. Hierbei handelt es sich nahezu ausnahmslos nicht um Arbeitshilfen oder Materialien, die eine Auseinandersetzung mit der Frage des Tötens im Kriegsfalle ermöglichen, sondern mehr oder weniger um formale "Ratgeber für die Verweigerung". Auch eine Beschäftigung mit dem Themenbereich Wehrdienst kommt nur in zwei Materialien am Rande vor.
Unter dem Aspekt der wissenschaftlichen Fundierung der Inhalte kann festgestellt werden, daß die Darstellung z.B. der historischen Themen dann am fundiertestens ist, wenn es darum geht, Teilbereiche (z.B. alternative Stadterkundung in Saarbrücken oder das nationalsozialistische Lagersystem in Baden-Württemberg) genau zu erfassen und darzustellen. Die Darstellung nimmt auch dann an Genauigkeit zu, wenn es sich um Kooperationsprojekte mit anderen Verbänden oder Herausgebern handelt.
Die meisten Materialien geben keine Bildungsziele an oder die angegebenen sind nur sehr global (z.B: "Sensibiliät wecken"). Überlegungen, welche Lernbereiche für die jeweiligen Altersstufen möglich sind, finden sich nur in einer Publikation ("Die 2/3-Welt"). Immer wieder werden auch Aussagen und Leitfragen formuliert (etwa: "Vorurteile gegenüber Asylbewerbern: Woher kommen sie, wie können sie abgebaut werden?"), ohne daß auf diese im folgenden Text ausführlicher eingegangen wird.
Inhaltlich am fundiertesten und von der Umsetzung her am gelungendsten sind die Materialien zum Themenbereich "Nord-Süd-Konflikt". Hier wirkt sich vor allem die enge Kooperation mit kirchlichen Einrichtungen der Entwicklungszusammenarbeit aus.

 
Zur Didaktik und Methodik
   
 

Im didaktisch-methodischen Bereich lassen sich verschiedene Typen der Aufarbeitung und Darstellung unterscheiden:

Der "Methodenkatalog": Eine Auflistung von Möglichkeiten

Eine in ca. 1/4 der Materialien verwendetete Art der "didaktische Umsetzung" besteht darin, lediglich stichwortartig aufzuzählen, was "man" alles machen könnte, ohne diese Stichworte jedoch näher zu erläutern. Daraus ergeben sich auf den ersten Blick scheinbar eine Unmenge von Gestaltungsmöglichkeiten, diese können jedoch nicht umgesetzt werden. Denn für eine Umsetzung der Hinweise bieten die betreffenden Stichworte zu wenig Informationen.
Auffallend ist auch, daß die vorgeschlagenen Methoden und Umsetzungen beim überwiegenden Teil die Sachtexte und Sachmaterialien nicht oder nur am Rande einbeziehen, also quasi ohne inneren Zusammenhang zu diesen stehen. Feststellungen wie: "Was wir tun können: uns informieren über Zusammenhänge unserer Lebensweise mit den Lebensbedingungen in der 3. Welt" sind unter didaktischen Aspekten völlig sinnlos, ja machen u.U. sogar hilflos, wenn nicht ausgeführt wird, wo und wie mit welchen Teilaspekten, mit welchen Materialien und auf welche konkrete Weise dies vollzogen werden soll.

Erfahrungsberichte: Was andere gemacht haben

Eine sinnvolle Art der Umsetzung kann darin bestehen, Erfahrungen anderer aufzugreifen und verständlich aufzubereiten. Diese Art der Umsetzung findet sich in ca. 1/3 der Materialien. Allerdings sind diese Beschreibungen oft so knapp, daß sie nicht über die Information, daß z.B. eine Wandmalaktion durchgeführt wurde hinausgehen. Wichtig wären vor allem systematische Informationen über durchgeführte Modelle und Projekte: Wie waren die Rahmenbedingungen? Was wurde alles benötigt? (U.U. wo und wie wurde es beschafft und finanziert?) Wie haben die TeilnehmerInnen reagiert? Wo liegen die eigentlichen Erfahrungen und Lerneffekte? Was sollte anders gemacht werden? Was ist zu beachten? usw. Nur einige wenige bewußt als ausführliche Dokumentation gehaltene Materialien erfüllen diese Kriterien (z.B. Jugendamt Hagen (Hrsg.): "Fremde zu Freunden machen").

Actionpotential: Wie man handeln könnte

Auffällig ist auch, daß Methoden offensichtlich nach ihrem "Actionpotential" ausgewählt werden (etwa, wenn als Methode zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus eine "Gegendemonstration organisieren" vorgeschlagen wird). Bei nahezu allen Materialien dominieren eindeutig die aktionsbezogenen Methoden, während Methoden, die eine analytische Durchdringung und Reflexion zum Ziel haben, eher fehlen. (Ausnahmen sind hier: Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (Hrsg.): "Erziehung zu Frieden und Verständigung". Kath. Landjugend (Hrsg.): Dem Frieden dienen".)
Von wenigen Ausnahmen abgesehen (Vgl. Bund der Pfadfinderinnen) findet ein eher unkritischer Umgang mit Methoden statt. Eine Methodenreflexion, ein Abwägen, welche Methoden sinnvoll einsetzbar sind, welche (Lern-,) Gruppenprozesse ausgelöst werden können und wie damit umzugehen ist, fehlt völlig.
Die mangelnde Reflexion des eigenen Tuns kommt z.B. auch in der unkritischen Anwendung einzelner, an sich brauchbarer und erprobter Methoden zum Ausdruck: Etwa wenn vorgeschlagen wird, Wasserproben aus einem Bach mit dem "sauberen"(!) Wasser aus der Wasserleitung zu vergleichen und dabei als Indikator die Geruchsprobe anzuwenden. (Ökoklogische Probleme sind doch dort besonders bedrohlich, wo sie mitden menschlichen Sinnen nicht mehr wahrgenommen werden können!) Oder: wenn sich eine Jugendgruppe ein realistisches(!) Bild von der Türkei machen soll, indem vorgeschlagen wird ein Bilderbuch mit Fotos aus Reiseprospekten und Ansichtskarten zu erstellen.
Auffallend ist auch, daß praktisch alle vorgeschlagenen Methoden bereits ein umfangreiches Methodenwissen voraussetzen. Wenn z.B. ein Rollenspiel abgedruckt wird, so fehlen bei nahezu allen Materialien die Beschreibungen der Rahmenbedingungen sowie Hinweise auf das genaue, schrittweise Vorgehen.

 
Die formale Gestaltung
   
 

Eine eigenständige graphische Umsetzung von Inhalten in Struktur- und Schaubilder wird bei keinem der Materialien geleistet. Wenn Schaubilder vorkommen, so wurden sie nicht selbst entwickelt, sondern vor allem aus wissenschaftlichen Publikationen übernommen (häufig ohne die entsprechende Quelle anzugeben). Eine visuelle Text-Gestaltung der Materialien im Sinne des leichteren Nachvollzugs der Argumentation wird nur von wenigen Materialien unternommen. Bilder und Illustrationen werden nicht als zusätzliche Informationsquelle eingesetzt, sondern offensichtlich nur als Auflockerung verstanden. Bei über der Hälfte der Materialien wurden die Originalvorlagen für den Druck verkleinert, sodaß das nun vorzufindende Schriftbild zu klein ist. Bei praktisch allen Koproduktionen (z.B. zwischen AEJ / BDKJ) ist die Gestaltung auf einer eher professionellen Ebene angesiedelt. Mit ein Grund hierfür dürfte sein, daß die finanziellen Mittel für eine gute Gestaltung auf dieser Ebene eher aufgebracht werden können.

 
Fazit
   
 

Die "klassische Materialhilfe" der Jugendverbände zur Friedenserziehung, so könnte man zugespitzt charakterisieren, behandelt das Thema Fremdenfeindlichkeit oder Kriegsdienstverweigerung und besteht vor allem aus dem Nachdruck von wenig systematisch ausgewählten Sachtexten. Im methodischen Teil wird auf die Sachdarstellung kaum Rückbezug genommen. Favorisiert werden vor allem aktionsorientierte Methoden, die nur stichwortartig beschrieben sind. Erschienen ist die Materialhilfe im Eigenverlag, mit nur mäßiger Druckqualität und Gestaltung.

Warum, so ist zu fragen, wird auf einen so zentralen Bereich wie die Unterstützung der laufenden Arbeit mit Bildungsmaterialien immer noch relativ wenig Wert gelegt? Warum werden Erkenntnisse aus Methodik und Didaktik, aus der Wahrnehmungspsychologie und aus dem Bereich von Design und Gestaltung so wenig berücksichtigt? Warum wird so wenig auf das Know-how und den Sachverstand von Spezialisten und Fachleuten (z.B. Einrichtungen der Friedensforschung) zurückgegriffen?

 
KriterienKatalog für die Analyse von didaktischen Materialien
   
 
Ziele und Inhalte
  • Sind (allgemeine oder konkrete) Lern- oder Bildungsziele aufgeführt?
  • Ist die Themenauswahl und -stellung begründet?
  • Sind die wichtigsten Aspekte des Themas behandelt?
  • Gibt es weltanschauliche und politische Vorentscheidungen?
  • Entspricht die Darstellung der Inhalte dem Stand der wissenschaftlichen Forschung?
  • Sind Kontroversen berücksichtigt?
  • Wird das Thema auf die individuelle, kommunale, gesellschaftliche oder internationale Ebene bezogen?
  • An welchen Stellen werden eigene Position bewußt formuliert?
  • Wird den Jugendlichen Orientierungshilfe angeboten?
Didaktische Umsetzung
  • Gibt es einen didaktischen Kommentar?
  • Werden spezielle Arbeitsmaterialien ausgewiesen?
  • Sind Gegenpositionen einbezogen?
  • Wird an Bekanntem angeknüpft?
  • Werden Probleme und Dilemata dargestellt?
  • Auf welcher Ebene bewegen sich die Sachverhalte (kognitive Auseinandersetzung / Betroffenheit / Handlungsaspekt)?
  • Sind die Inhalte und Darstellungen der Zielgruppe angemessen?
  • Berücksichtigt das Material den Kenntnisstand der Jugendlichen?
  • Welche Didaktischen Darstellungselemente werden verwendet? (Arbeitsfragen, Bilder, Texte usw.)
  • Welche Methoden werden angeboten?
  • Werden die Methoden ausführlich beschrieben?
  • Ist eine Methodenvielfalt zu erkennen?
  • Werden verschiedenen Phasen des Bildungsprozesses berücksichtigt (Einstieg, Vertiefung, Schluß)?
  • Werden verschiedenen Formen des Lernens berücksichtigt (entdeckendes Lernen, Erfahrungenlernen, problemlösendes Lernen usw.)?
  • Gibt es Hinweise auf eine Praxiserprobung?
  • Werden (individuelle und kollektive) Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt?
Gestaltung
  • Wie sind die Materialien gedruckt und verarbeitet (Druckqualität, Kopierfähigkeit usw.)?
  • Wie ist die Lesbarkeit (Zeilenabstand, Zeilenlänge usw.)?
  • Gibt es gestaltende Elemente (Schaubilder, Symbole, Rubriken usw.)?
  • Gibt es eine klare und einheitliche Begrifflichkeit?
  • Besteht der Darstellungsteil aus Eigentexten oder Fremdtexten?
  • Ist die Reihenfolge der Textteile klar und auseinander bezogen?
  • Gibt es einen durchgehenden Text?
  • Wie ist die Bildauswahl und Bildqualität?
  • Welche Art von Bildern werden verwendet (Fotos, Karikaturen, Zeichnungen usw.)?
  • Haben die Bilder eine Funktion (Illustration oder didaktisches Element)?
  • Ist das Bildmaterial als zusätzliche Lernhilfe (Sprechblasen, Piktogramme, Figuren usw.) konzipiert?
  • Sind Quellen ausgewiesen?
  • Gibt es ein Inhaltsverzeichnis, Stichwortverzeichnis, Namensverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Glossar, Literaturhinweise, Medienhinweise?
 
 

Günther Gugel: Didaktische Materialien der Jugendverbände zur Friedenserziehung – eine Einschätzung. (1992). In: Günther Gugel / Uli Jäger (Hrsg.): Friedenserziehung. Arbeitsansätze, Anregungen und Erfahrungen aus dem Verein für Friedenspädagogik Tübingen. Eine Dokumentation. Tübingen 1993.

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