Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Was Lernprozesse begünstigt

Im Dreischritt vorgehen

Beim Aufbau von Bildungsveranstaltungen empfiehlt es sich, drei Lernschritte zu unterscheiden:

Ergebnisse der Lernpsychologie berücksichtigen

Mehrere Sinne ansprechen

Informationen (Inhalte), die nur über das gesprochene Wort vermittelt werden, werden kaum aufgenommen und wenig behalten. Wichtig ist, daß möglichst mehrere Sinne (neben dem Ohr das Auge, die Hand usw.) gleichzeitig angesprochen werden. Die Visualisierung von Informationen, das eigene Verändern und Gestalten fördern nicht nur die Lust an der Auseinandersetzung mit einem Thema, sondern führen auch schneller zu Lernerfolgen.

Lernerfolge ermöglichen

Zeiten der Entspannung einplanen

Die Seminarleitung darf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht durch permanente lernintensive Arbeitsformen überfordern. Es müssen auch Zeiten der Entspannung angeboten und dem Kontaktbedürfnis Raum gegeben werden. Für die Informationsvermittlung, die Informationsverarbeitung und das Geselligkeitsbedürfnis sollten jeweils in etwa gleich viel Zeit zur Verfügung stehen.

Gefühle und Stimmungen einbeziehen

In jeder Gruppe laufen nicht nur Prozesse auf der Sachebene (kognitive Ebene), sondern auch auf der emotionalen Ebene ab: Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlen sich gehemmt, reagieren aggressiv, haben Angst, ärgern sich usw. Diese Gefühle und Stimmungen müssen bewußt in die Veranstaltung einbezogen werden, denn negative Gefühle und unangenehme Erfahrungen wirken demotivierend.

Günstige Lernbedingungen schaffen ...

Die Bedingungen für soziales Lernen sind dann besonders günstig,

Als unvollkommene Person akzeptiert zu werden und Fehler machen zu dürfen, sind ebenso wichtige Voraussetzungen für soziales Lernen wie Neugierde und die Bereitschaft, ungewohntes Verhalten spielerisch zu erproben.

Otto Marmet: Ich und du und so weiter: Kleine Einführung in die Sozialpsychologie. 2. Auflage, München/Weinheim 1988, S. 78.

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