Home / Service / Unterrichtsmate... / Kriege / Krieg im Unterr... / Krieg als Unterrichtsthema
Kriege werden oft als Geisel der Menschheit bezeichnet. Sie bringen unvorstellbares Elend und Leid über die betroffenen Menschen. „Das zwanzigste Jahrhundert wird uns als das Jahrhundert, das durch Gewalt gekennzeichnet war in Erinnerung bleiben“, schreibt Nelson Mandela im Vorwort des „World Report on Violence and Health“, der Ende 2002 von der World Health Organiszatioin veröffentlicht wurde. Im zwanzigsten Jahrhundert kamen durch Kriege und direkte Gewaltanwendungen 110 Millionen Menschen ums Leben, weitaus mehr als in irgend einem anderen Jahrhundert.
Krieg, in welcher Form er auch auftritt bzw. herrscht, ist ein Zeichen für die Schwächen der Zivilgesellschaft und für das Versagen der Politik.
Schule und Unterricht sind davon nicht unberührt. „Krieg und Frieden“ – dies ist nicht an erster Stelle ein Bildungsthema, sondern ein Thema, das existentielle Fragen des Lebens aufwirft. Die Rechtfertigungen für den Einsatz von Bomben und Raketen, die Einteilungen in Gut und Böse, die Bilder von den Opfern des Krieges und der Zerstörung von Leben und die Ohnmacht angesichts der Eskalation von Gewalt und Gegengewalt – Diese und andere Eindrücke und Erfahrungen angesichts eines Krieges können für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen ein Anlaß sein, um über das Miteinander und das Füreinander in dieser „Einen Welt“ nachzudenken.
Die folgenden Anregungen verstehen sich als Anstösse zum gemeinsamen Nachdenken, Lernen und Handeln angesichts permanenter Kriege und Kriegsdrohungen.
Schule und Unterricht sind davon nicht unberührt. "Krieg und Frieden" – dies ist nicht an erster Stelle ein Bildungsthema, sondern ein Thema, das existentielle Fragen des Lebens aufwirft.
Günther Gugel / Uli Jäger: Krieg im Unterricht. aktualisierte Fassung, Tübingen 2003