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Am 5./6. März 2010 startet in Winnenden das Modellprojekt Lebenslinien. Das Institut für Friedenspädagogik hat dieses Projekt mit entwickelt, berät und begleitet es und engagiert sich im Bereich der Qualifizierung und Materialentwicklung.Lebenslinien ist ein Projekt zur Gewaltprävention. Gemeinsam mit Jugendlichen und Erwachsenen wird dem Thema Gewalt als Phänomen begegnet, das alle betrifft und sich nicht nur an Einzelfällen festmacht. „Lebenslinien“ fußt auf vier Säulen, die sich mit den Begriffen kapieren, koordinieren, informieren und ausprobieren beschreiben lassen.
Zunächst geht es darum, das Phänomen der Gewalt zu verstehen und verbindliche Qualitätsstandards für die präventive Arbeit mit Jugendlichen zu definieren. „Koordinieren“ umfasst die Schaffung von Netzwerken, die Herstellung von Kooperationen und die politische Arbeit. Mit „informieren“ werden Fortbildungsangebote, Multiplikatorenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit zusammengefasst. Im Bereich des „Ausprobierens“ fließen die Erkenntnisse in die praktische Arbeit mit Jugendlichen ein, sei es in der Jugendarbeit, in der Schule oder im Gemeinwesen.
Das Ziel des Projektes Lebenslinien ist die Förderung des gewaltfreien Zusammenlebens und die Schaffung einer Kultur des Friedens durch den Aufbau einer tragfähigen (Vernetzungs-) Struktur und die Entwicklung und Verortung von Maßnahmen und Projekten, die sich aktiv und jugendgerecht mit dem Thema Gewaltprävention befassen.
Das Projekt Lebenslinien setzt hierbei auf die Schaffung, Vermittlung und den systematischen Einsatz von Wissen über Gewaltprävention. Vorhandene Ansätze und Projekte werden koordiniert, vernetzt und qualifiziert. Darüber hinaus werden neue, auf die im Projekt entstandenen Erkenntnisse abgestimmte Projekte entwickelt und durchgeführt. Hierbei werden einerseits bestehende Strukturen genutzt und andererseits neue, weitreichende und langfristig tragfähige Strukturen aufgebaut.
Verorten lässt sich das Projekt Lebenslinien in allen Bereichen, die Relevanz, Vernetzung, Qualifikation und praktische Umsetzung ermöglichen. Dies betrifft die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema, das politisches Handeln und die Aufklärung, die Qualifizierung und Bildung, die Begleitung und Förderung, sowie die Schaffung von Medien und Materialien.
Die Praxisübertragung und Sicherung der Nachhaltigkeit des Projektes Lebenslinien findet auch über die Dokumentation und Evaluation des Projektes statt. Lebenslinien ist ein Leuchtturm- und Modellprojekt für die gesamte Region, dessen Ergebnisse und Erkenntnisse die Basis einer breit angelegten Querschnittsarbeit sein sollen. Hierzu werden auch Einzelprojekte und Projektschritte ausgewertet und publiziert. Im Rahmen von Lebenslinien werden Materialien und Medien entwickelt, die der praktischen Arbeit z.B. in Schule oder Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden.
Um sicherzustellen, dass die Bearbeitung des Themenfeldes Gewaltprävention fachlich, didaktisch und strukturell auf dem aktuellen Erkenntnisstand stattfindet, spielen die externe Projektbegleitung und Projektreflexion ebenfalls eine zentrale Rolle.
Das Projekt Lebenslinien lebt davon in vielen Teilprojekten sichtbar und greifbar zu werden. Diese Teilprojekte sind so breit angelegt, dass mit allen denkbaren Zielgruppen spezifisch gearbeitet wird. Wichtig ist hierbei die Durchlässigkeit des Projektplans. Ein Projekt wie Lebenslinien lebt davon, flexibel auf die Bedürfnisse und Impulse aller Projektbeteiligter eingehen zu können. Entsprechend beginnt Lebenslinien mit einem „Set“ an Teilprojekten, das im Laufe des Projektes immer weiter wachsen soll und wird. Momentan sind u.a. folgende Teilprojekte geplant:
pm_lebenslinien_12_11_10.pdf 108,79 kB
lebenslinien_flyer.pdf 1,81 MB