Home / Projekte / Peace Counts on... / Station: Philippinen, Mai 2008
Die Tour 2008 fand vom 22. Mai bis zum 1. Juni 2008 statt. Veranstaltungsort war das neu eröffnete Museo Dabawenyo in Davao City auf Mindanao (die südlichste der drei großen philippinischen Inseln). Wichtiger Unterstützer der Tour war die Aktion „Brot für die Welt“ mit vielen Partnerorganisationen vor Ort. Für deren Koordination ist das Consulting Team Inc. (CTI) verantwortlich und dessen Leiter, John Mark Cajiuat, war bereits während der mehrmonatigen Vorbereitungsphase ein kompetenter und unverzichtbarer Ansprechpartner für die Verantwortlichen von Peace Counts on Tour. Seitens des ift nahmen Monica Davis – von Oktober 2006 bis Juli 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim ift – und Jasna Bastic teil. Jasna Bastic organisiert friedenspädagogische Maßnahmen auf dem Peace Boat und ist dem ift seit einigen Jahren freundschaftlich verbunden. Tilman Wörz begleitete bereits zum vierten Mal für Peace Counts project eine Tour und führte gemeinsam mit dem Fotographen Paul Hahn Workshops zum Thema Friedensjournalismus durch. Der sichtbare Erfolg war überwältigend: Über 2.000 Besucherinnen und Besucher konnten die Ausstellung „Peacebuilders Around the World” sehen, rund 200 Personen nahmen an den Workshops teil.
Besonders bemerkenswert an dieser Station war, dass die intensive organisatorische und inhaltliche Vorbreitungsphase das Netzwerk lokaler Friedenskräfte und Nichtregierungsorganisationen nach Aussagen aller Beteiligten erheblich gestärkt hat. Es entstand eine Zusammenarbeit verschiedenster Gesellschaftskreise, so dass am Ende neben den ausgewiesenen Friedenskräften und den Multiplikatoren auch Gruppen der indigenen Bevölkerung oder ehemalige Rebellen an der Eröffnungsveranstaltung und an den Workshops teilnahmen. Gefördert wurde auch die Kooperation zwischen den Gruppen der Zivilgesellschaft und den Behörden in Davao City, denn es ist in einer Kriegsregion keineswegs selbstverständlich, ein neues Museumsgebäude für eine „Friedensausstellung“ zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Während der Tour entstand seitens der Partner vor Ort der Wunsch, im Museum eine eigene „Peace Counts Hall“ zu etablieren, bestückt mit einer Nachproduktion einiger Ausstellungstafeln. Dieses deutliche Zeichen für „local ownership“ konnte seitens Peace Counts on Tour aufgegriffen und realisiert werden.
Neu für Peace Count on Tour war, dass parallel zu den Workshops von den Partnern vor Ort sogenanntes „Storrytelling“ angeboten und begleitet wurde. Diese bei den Philippinern bekannte und beliebte Methode der Konfliktbearbeitung ergänzte und bereicherte das Setting außerordentlich.
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