Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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S. Clay: Der Feind ganz nah

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Clay_Der Feind ganz nah

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Zum Inhalt

Fünf Jahre ist Matti alt, als er das erste Mal von seinem Vater verprügelt wird. Ab diesem Zeitpunkt wird er immer wieder Opfer der väterlichen Gewaltausbrüche. Die Atmosphäre im elterlichen Haus ist geprägt von Angst, denn auch Mattis Mutter wird vom Vater geschlagen. Lediglich Freddy, die kleine Schwester, bleibt verschont. Als Matti mit 12 Jahren ins Krankenhaus eingeliefert wird, verletzt durch einen angeblichen Treppensturz, lernt er den Punker Berry kennen. In ihm findet Matti einen Freund. Berrys Geschichte ähnelt der von Matti. Auch er wurde von seinem Vater, einem im Ort bekannten und erfolgreichen Immobilienhändler, misshandelt und schließlich aus dem Haus geworfen. Berry lebt nun mit anderen Punkern und vielen Hunden in einem Abbruchhaus und bestreitet seinen Lebensunterhalt mit Schnorren. Berry ist zur Stelle und hilft, als die Situation in Mattis Familie eskaliert. Endlich entschließt sich Mattis Mutter zur Trennung vom gewalttätigen Ehemann und Vater.

Zur Problematik des Buches

Häusliche Gewalt ist das zentrale Thema des Buches. Diese erlebt der Protagonist Matti und seine Mutter am eigenen Leibe. Die Gewaltspirale beginnt mit seinem fünften Lebensjahr und endet erst, als er vierzehn Jahre alt ist und die Mutter mit den Kindern ins Frauenhaus zieht. Im Rückblick erzählt Matti seine Geschichte, berichtet von den wenigen schönen und den vielen schlimmen Erlebnissen, die immer wieder in Gewaltausbrüchen des Vaters endeten. Er schildert, wie sich Vertrauen und Liebe in Angst, Wut und Hass auf den Vater wandeln. Er verschweigt aber auch nicht seine Enttäuschung über die Mutter, die trotz der Misshandlungen den Vater zunächst nicht verlässt und dessen Verhalten immer wieder entschuldigt. Die Situation eskaliert, als sich Matti gegen seinen Vater wehrt und dieser in blinder Wut sowohl Matti als auch dessen Mutter krankenhausreif prügelt. Matti, die Mutter und die kleine Schwester Freddy ziehen zuerst ins Frauenhaus, später in eine eigene kleine Wohnung. Auch wenn die Gewalt in der Familie ein Ende hat, sind doch die Folgen der traumatischen Erlebnisse noch Jahre später bei den Kindern spürbar.

 

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