Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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I. Bayer: Der Teufelskreis

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Bayer_Teufelskreis

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Zum Inhalt

Erzählt wird die Geschichte eines Heranwachsenden von 16 Jahren, der bei seinem Onkel und seiner Tante in Straßburg während des Dreißigjährigen Krieges lebt. Im Laufe der Erzählung wird durch Rückerinnerungen und Erzählungen deutlich, dass der Junge seine frühe Kinderzeit in Würzburg verbrachte, wo seine Eltern eine Apotheke hatten. Als die Mutter nach dem frühen Tod des Vaters zu Drogen greift, um sich in ihrer Trauer zu trösten, werden sie und ihre kleine Tochter für Hexen gehalten und zum Tode verurteilt. Der Junge wurde daraufhin für mehrere Jahre nach Syrakus geschickt, erlebte dort unbeschwerte und glückliche Jugendjahre.

Sein Onkel und seine Tante mussten Würzburg verlassen; sie zogen nach Straßburg, wo der Onkel wieder eine Druckerei aufmachte. Das Eingewöhnen in Straßburg fällt dem Jungen schwer. Er erfährt durch Bemerkungen in der Schule über Hexen vom Schicksal seiner Mutter und seiner Schwester. Von dem Moment an interessiert ihn alles, was mit Hexen und Hexenverfolgung zu tun hat. Er spürt im spärlichen Nachlass seiner Mutter die angebliche Hexensalbe auf und probiert sie aus. Er erfährt, dass es auch im Elsass Hexenverfolgung gibt.

In der Schule wird er diskriminiert, weil er der Sohn einer angeblichen Hexe ist. Er wird von einem Klassenkameraden beinahe zu einer Aussage gegen eine Hexe gezwungen. Ein junges Mädchen, das ihn interessiert, erweist sich als die Tochter eines Hexenadvokaten. Ein Schulkamerad, ein armer, ehemaliger fahrender Schüler, Georg, wird sein Freund. Die Magd seiner Tante und seines Onkels wird seine Vertraute. Beide sind aufgeklärte Geister, die wissen, dass es Hexen nicht gibt. Anders sein Onkel, der ihm schließlich zwar umfangreich Auskunft über das Schicksal seiner Mutter und seiner Schwester gibt, den Hexenglauben aber gleichwohl nicht aufgeben kann.

Der Junge entdeckt im Verlaufe des Romans die Stadt Straßburg und das Leben der Bürger dieser Stadt. Während Straßen und Gebäude, das Zunftwesen, die Stadtverteidigung noch stark mittelalterliche Züge tragen, wird durch die bürgerliche Lateinschule und das Druckerhandwerk des Onkels die Neuzeit repräsentiert. Der Junge lernt extreme soziale Unterschiede auch in der reichen Stadt – man nannte sie auch die silberne – kennen. Sein bedrückendes Leben in Straßburg lässt den Jungen von einer Rückkehr nach Sizilien träumen. Als der Traum realisierbar wird, verzichtet der Junge auf die Rückkehr. Die eindringlichen Worte seines Freundes Georg haben ihn erkennen lassen, dass die Rückkehr mehr eine Flucht denn eine Heimkehr sein würde. Ihm wird klar, dass er sich in Straßburg bewähren muss.

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