Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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H.P. Richter: Wir waren dabei

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Richter_Wir waren dabei

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Zum Inhalt

Erzählt wird das Leben dreier Jungen in der Zeit von 1933 bis 1943. Alle drei – der zwei Jahre ältere Heinz, Günther und der Ich-Erzähler – geraten aus verschiedenen Gründen in die NSDAP-Jugendorganisationen „Deutsches Jungvolk“ und „Hitlerjugend“. Die Väter der drei Jungen verkörpern unterschiedliche Verhaltensweisen zum aufkommenden und schließlich herrschenden Nationalsozialismus. Heinz’ Vater ist von Anfang an begeisterter und mächtiger Parteigänger, Günthers Vater landet auf Grund seiner kommunistischen, antifaschistischen Weltsicht im Gefängnis und der Vater des Erzählers passt sich der jeweils führenden politischen Macht an. Dies hat Konsequenzen für die drei heranwachsenden Jungen: Heinz tritt als Erster in das „Deutsche Jungvolk“ ein, der Ich- Erzähler schließt sich als Nächster den Nazis an. Nur Günther hält dem politisch provozierten Gruppenzwang zunächst stand. Als Einziger verteidigt er den jüdischen Jungen Friedrich, der von Pimpfen umringt, beschimpft und geschlagen wird. Schließlich hält auch Günther dem sozialen Druck von Mitschülern, Lehrern und vor allem vom Schulleiter nicht stand und tritt dem „Deutschen Jungvolk“ bei. Auch wenn er immer ein Fremder unter den nationalsozialistischen Jugendlichen bleibt, muss er nun an den Aktivitäten der Pimpfe teilnehmen und bei scheinbarem Fehlverhalten menschenverachtende Strafen – zum Beispiel Suhlen im Dreck und Springen im Schlamm – vor der gesamten Gruppe ertragen. Später treten die drei Jungen in die Hitlerjugend ein, Heinz wird Scharführer. Als Heinz in den Krieg zieht, wird Günther auf Vorschlag von Heinz neuer Scharführer. Günther und der Ich-Erzähler erhalten nun eine vormilitärische Ausbildung, erleben heftige Luftangriffe und werden zur Erholung und Ruhe von Heinz’ Vater in ein Kinderlandverschickungslager geschickt. Schließlich treten Günther und der Ich-Erzähler freiwillig der Infanterie bei, obwohl Heinz ihnen die Gräuel des Krieges während seines Heimaturlaubes eindringlich geschildert hatte. Die zwei Jüngeren treffen Heinz, inzwischen Leutnant, an der Front wieder. Dieser holt die beiden in seine Einheit. Am Ende verschwinden Heinz und Günther im Gefecht.

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