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B. Bobel: Meine schöne Schwester

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Blobel_ Meine schoene Schwester

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Zum Inhalt

Die 16jährige Daniela Stemmle, Dana genannt, lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester Beate in einer scheinbar perfekten und harmonischen Familie. Jedoch fühlt sich Dana stets im Schatten von Beate stehend, die als ausgesprochen hübsch gilt, sich dieser Schönheit bewusst ist, viele Verehrer hat und allseits beliebt scheint. Auch von ihren Eltern vermisst Dana Wertschätzung, Beachtung und Liebe. Sie sieht sich als hässliches Entlein, vereinsamt und tröstet sich mit übermässigem Essen gegen ihre negativen Gefühle. Schließlich beschließt sie, nach der für sie demütigenden Geburtstagsparty ihrer Schwester, abzunehmen. Ihre Abmagerungskur unternimmt sie geheim, entwickelt dabei einen richtigen Zwang dünner zu werden und wird somit magersüchtig. Unter weiter Kleidung versteckt sie ihre neue Figur und ist gleichzeitig stolz auf anerkennende Worte durch Freunde. Als Dana schließlich in der Schule ohnmächtig zusammenbricht, wird ihre Magersucht offenkundig. Ihre Eltern werden informiert, ein längerer Krankenhausaufenthalt wird notwendig und eine Therapie zur Behandlung der Anorexia nervosa eingeleitet.

Zur Problematik des Buches

Die Autorin Brigitte Blobel beschreibt in dem Jugendroman "Meine schöne Schwester" realitätsnah den Weg von Dana in die Magersucht (Anorexia nervosa). Dana lebt in einer Familie in der Leistung und Perfektionismus, aber auch die familiäre Harmonie einen hohen Stellenwert besitzen. Die ältere Schwester Beate wird allen Erwartungen der Familie Stemmle gerecht und entspricht im besonderen Maße dem Schönheitsideal vieler weiblicher Jugendlicher - sie ist schlank, hübsch, beliebt, hat viele Verehrer und Freundinnen. Unter diesem ständigen Druck der schönen Schwester lebend, verläuft Danas Identitätsbildung extrem negativ. Wettkämpfe und Eifersucht dominieren innerhalb der Familie. Dana setzt dabei die Schlankheit ihrer Schwester mit Attraktivität, schulischen Erfolgen und privatem Glück gleich. Sie selbst fühlt sich als Aschenputtel der Familie und entwickelt langsam die utopische Erwartung, dass ihre Lebensprobleme sich lösen würden, sobald sie schlank sei. Als sie jedoch mit der katastrophalen Diagnose Anorexia nervosa konfrontiert wird, beginnt ein langsamer Umdenkungsprozess. Dana möchte wieder gesund werden und nimmt freiwillig medizinische sowie therapeutische und psychosoziale Behandlungen an. Auch Beate und ihre Eltern willigen in eine Familientherapie ein.

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