Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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R. Rusch: Amira, du gehörst zu uns!

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Rusch_Amira, du gehörst zu uns

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Zum Inhalt

Amira und Merle sind Freundinnen, die in eine Klasse gehen, die ihre Freizeit gemeinsam verbringen und für die Sommerferien planen, zusammen zum Reiterhof zu fahren. Ein Brief der kommunalen Ausländerbehörde, in dem die Familie von Amira aufgefordert wird, Deutschland binnen drei Wochen zu verlassen, stellt alles in Frage. Die fünfkoÅNpfige Familie Simic lebt seit 14 Jahren als Kriegsflüchtlinge aus Bosnien in Deutschland. Nach Kriegsende bestand für sie die Möglichkeit, wieder in ihre alte Heimat Bosnien zurückzugehen. Jedoch hätten sie dort vor dem Nichts gestanden, anders in Deutschland. Hier hat die Familie Arbeit, eine Wohnung, Freunde, Nachbarn und mittlerweile drei Kinder, für die Deutschland ihre Heimat ist. Schule, Kindergarten, Football-Verein, Freunde und Nachbarn fordern das Bleiberecht für Familie Simic. Sie gehen gemeinsam an die Presse, sammeln Unterschriften, demonstrieren und stellen einen Antrag zur Überprüfung dieses Härtefalls an den Petitionsausschuss. Dank vieler Bemühungen erhält die Familie Simic schließlich doch das Aufenthaltsrecht für Deutschland.

Zur Thematik

Zentrales Thema des Romans ist die Abschiebung von Kriegsflüchtlingen zurück in ihr Heimatland. Am Beispiel der bosnischen Familie Simic erzählt die Autorin Regina Rusch sehr eindrucksvoll die Auswirkungen einer plötzlichen Abschiebung zurück in ein Land, das nach 14-jährigem Aufenthalt in Deutschland die Fremde geworden ist. Beschrieben wird eine Familie, die voll in die deutsche Gesellschaft integriert ist: Die Eltern arbeiten, engagieren sich im Verein, im Kindergarten und in der Schule; der älteste Sohn steht kurz vor dem Abitur, ist im Football-Verein; Amira ist in Deutschland geboren, hat Freunde hier und kann sich ein Leben in Bosnien nicht vorstellen. Da die Familie Simic ursprünglich nach Kriegsende wieder nach Bosnien zurück wollte, stellen die Eltern nie einen Asylantrag. Alle drei Monate muss ihre Aufenthaltserlaubnis verlängert werden. Plötzlich werden sie jedoch aufgefordert, Deutschland zu verlassen. Die Familie findet große Unterstützung bei Freunden und Bekannten, die mit ihnen für ein dauerhaftes Bleiberecht kämpfen. Besonders einfühlsam und realitätsnah wird das Engagement von Amiras Schulklasse thematisiert. Dies bietet den jungen LeserInnen viele Identifikationsmöglichkeiten und Einblicke in die Möglichkeiten, sich für Andere gemeinsam einzusetzen.

 

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