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C. Zeuch: Zusammen sind wir stark

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Zeuch_Zusammen sind wir stark

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Zum Inhalt

Mäx ist neu in der Schule. Und klein ist er außerdem. In der 2 b, in die er kommt, ist er der Kleinste. Gleich am ersten Schultag wird er auf dem Nachhauseweg von zwei großen Jungen aus seiner neuen Schule, Bill und Sanders, gequält und erpresst. Die beiden zwingen ihn einen Regenwurm zu schlucken, ehe sie ihn laufen lassen – bis zum nächsten Tag. Mäx ist offensichtlich nicht ihr erstes Opfer. Aber die Kinder sprechen nicht über ihre Erlebnisse. Sie fürchten sich vor den großen Jungen und fühlen sich hilflos. Auch Mäx kann sich gegen die Schulhof-Rambos nicht zur Wehr setzen. Aber er lässt sich von seiner Angst nicht unterkriegen. Er hat eine Idee, wie die Kinder der 2 b gemeinsam etwas gegen die großen Jungen ausrichten können. Als die beiden dem kleinen Mäx das nächste Mal auflauern, stürmen auf sein Zeichen hin die restlichen 22 Zweitklässler aus ihrem Versteck und überwaÅNltigen die Großen. Sie müssen den Kleinen schwören sie von nun an in Ruhe zu lassen – erst dann werden sie wieder freigelassen. Die Klasse 2 b aber beschließt auch in Zukunft gegen alle Bedrohungen fest zusammenzuhalten.  

Problematik des Buches – Beziehung zum Kinderalltag

Gewalt unter Kindern – damit müssen sich leider manchmal auch schon Kinder am Schulanfang auseinandersetzen. Kein Kind ist davor gefeit, selbst einmal zum Opfer zu werden. Aber kein Kind muss Opfer bleiben. Es ist wichtig, mit Kindern vom Schulbeginn an 

- über Gewalt in der Schule zu sprechen und

- ihnen zu helfen sich der Gewalt nicht ohnmächtig ausgeliefert zu fühlen,

- sondern mutig nach ihren Kräften gemeinsam gegen Gewalt anzugehen.

Mit Mäx, seinen Gefühlen und Erlebnissen werden sich Kinder am Schulanfang leicht identifizieren können. Sie können die Erfahrung machen, dass Körpergröße und Körperkraft noch lange nicht Überlegenheit bedeuten müssen, sondern durchaus mit Feigheit und Schwäche gepaart sein können. Anstand, Fairness, Mut, Kreativität, Solidarität sind die Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die zählen, und sie kann jeder Mensch, ob klein oder groß, jung oder alt, entwickeln. Je mehr Menschen sich zusammentun, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sie etwas erreichen können. Gemeinsam sind selbst Kleine stark, gemeinsam können auch sie etwas gegen die Gewalt einzelner Großer ausrichten. 

So wichtig es ist, Kindern die eigene Kraft bewusst zu machen und ihre Selbstbehauptungsfähigkeiten anzuregen, so wichtig ist es aber auch, sie davor zu bewahren, die eigenen Möglichkeiten zu überschätzen. Nicht immer sind Große so leicht zu besiegen wie Bill und Sanders. Kinder, die bedroht werden, sollten immer auch Erwachsene ins Vertrauen ziehen. Jedes Kind sollte die Gewissheit haben, dass es sich an seine Lehrerin oder seinen Lehrer wenden kann, dass ihm dort geglaubt wird und dass es Hilfe und Unterstützung erfährt.

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