Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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A. Norden: Die Meckerpause

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Norden_Die Meckerpause

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Zum Inhalt

Puschel hält es zu Hause nicht mehr aus. Immerzu meckern seine Eltern an ihm herum. Schließlich handelt er seinen Eltern einen Tag „Meckerpause“ ab. Einen einzigen Tag darf er alles tun was er will! Seine Eltern stimmen widerstrebend zu, mit der Einschränkung, dass Puschel aber nichts Gefährliches tun dürfe. So beginnt der nächste Morgen recht ungewöhnlich: Nicht waschen, nicht die Zähne putzen, Pflaumenmus löffelweise essen, bei Rot über die Kreuzung gehen, die Schule nach der zweiten Stunde schwänzen, einen Kassettenrecorder kaufen wollen ohne Geld. Puschel kann es fast nicht glauben, dass er alles machen kann, ohne dass ihn ein Erwachsener anmeckert. Da beschließt er, für den Nachmittag eine Party zu geben. Einziger Gast ist – trotz längerer Suche – August Schwiebke, ein Stadtstreicher. Das wird allerdings fast gefährlich. Doch Puschels Eltern greifen helfend ein. Puschel kostet seinen Meckerpausen-Tag bis 24 Uhr aus. Er zeltet am Abend mit seinem Freund Ole im Stadtpark. Beide bekommen aber schnell Angst, je länger der Abend dauert, je dunkler es wird. Auch Puschels Vater ist nicht ohne Sorge. Er schleicht den beiden Jungen nach, trifft sie und leistet ihnen noch eine Stunde lang Gesellschaft.

Zur Thematik

Kinder im 3. Lesejahr überdenken zunehmend ihre Beziehungen zu Erwachsenen. Das Verhalten und Handeln von der Lehrerin/vom Lehrer und von Eltern wird kaum noch fraglos anerkannt. Vielmehr werden immer häufiger deren Wünsche und Forderungen von den Kindern als Ansprüche und Einschränkungen interpretiert. Puschel (S. 7): „Dauernd meckert ihr! Ich halte das bald nicht mehr aus.“ Solche und ähnliche Äußerungen sind für uns Anzeichen dafür, dass das Kind intensiv kritisch sich selbst und seine soziale Umgebung wahrnimmt. „Meckerpause“ kann so Reizwort und zugleich Motor für eine sinnvolle Arbeit mit diesem Buch sein und außerdem die Persönlichkeitsentwicklung fördern.

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