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A. Celik: Fussball, Gott und echte Freunde

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Celik_Fussball Gott und echte Freunde

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Zum Inhalt

Die neunjährigen Jungen Christopher, David und Kerim sind Freunde. Sie gehen in dieselbe Klasse und spielen in ihrer Freizeit so oft es geht zusammen Fußball. Dabei bilden sie das perfekte Dreiergespann. Neben den Spielen auf dem Bolzplatz oder in der Schule gehen die Jungen nachmittags noch in ihren jeweiligen Fußballklub: David spielt in seiner jüdischen Gemeinde, dem FC Schalom; Christopher geht zur katholischen Gemeinde, den St.-Joseph-Kickern; Kerim trainiert bei den Yunus-Kickern der muslimischen Gemeinde. Herr Abraham, der Sportlehrer der Jungen, organisiert im Rahmen der Woche des Dialogs in Hofhausen ein jüdisch-christlich-muslimisches Fußballturnier. Bei den Vorbereitungen des Festes gilt es etliche Probleme zu lösen: Christopher, Kerim und David möchten als Freunde nicht gern gegeneinander spielen müssen. Ein für alle Religionen geeigneter Spieltag muss gefunden werden, denn Freitag, Samstag und Sonntag kommen nicht in Frage. Trotz guter Planung kommt es jedoch beim Turnier zu einigen Konflikten: Rivalisierende Fans und ein nicht vorschriftsmäßig aufgebautes Büfett sorgen für Streitigkeiten unter den Erwachsenen. Das Fußballspiel wird jedoch fair gespielt und die drei Jungen bleiben echte Freunde.

Zur Thematik

Zentrales Thema des Romans ist die respektvolle und tolerante Auseinandersetzung mit den drei großen Weltreligionen Christentum, Islam und Judentum. Die drei Jungen Christopher, Kerim und David leben zusammen mit ihren Familien aktiv in der katholischen, muslimischen oder jüdischen Gemeinde ihrer Stadt. Durchaus sind den Jungen Glaubensunterschiede, wie andere Speisevorschriften oder das Feiern unterschiedlicher Feste, aufgefallen. Die drei Freunde akzeptieren den jeweiligen Glauben des Anderen mit großer Selbstverständlichkeit. Der Autorin gelingt es, spannend und mit viel Witz die Glaubensunterschiede hervorzuheben, aber auch gemeinsame religiöse Wurzeln (z. B. Name des Lehrers: Abraham, Sprüche aus dem Alten Testament) anzudeuten. Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen für den Unterricht: 

· Eine konkrete Textarbeit ist notwendig, um genaueres Lesen von bzw. Arbeiten mit Texten zu erlernen und somit die verschiedenen Positionen zur Thematik differenziert zu erfassen. Hilfreich ist dabei, wenn die Kinder ein Lesetagebuch führen.

· Die Regie durch den Roman führt ein allwissender Erzähler. Ihm sind die Gedanken und Gefühle der Handelnden bekannt, auch ihre Vergangenheit und Zukunft. Der allwissende Erzähler ist nicht mit der Autorin zu verwechseln. Diese Besonderheit des Romans muss zu Beginn mit den Kindern erarbeitet werden.

· Durch die Auseinandersetzung mit den drei Jungen und deren Familien und Fußballklubs erwerben die Kinder einen Einblick in die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei Weltreligionen.

· Das Buch "Fußball, Gott und echte Freunde" eignet sich für die Fächer Deutsch, Religion und Sachkunde.

· Der Besuch einer Moschee, Kirche und Synagoge sollte mit den Schülern geplant werden, um die eigene Lebensumwelt kennen zu lernen. Ebenso empfehlenswert wären anschließende Gespräche mit einem Imam, Pfarrer und Rabbi.

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