Die Ausschreibung 2004
Hans-Götzelmann-Preis für StreitkulturJugendpreis der Berghof Stiftung für Konfliktforschung
- Mit diesem Jugendpreis gedenkt die Berghof Stiftung des Lebens und Wirkens von Hans Götzelmann, dem ersten und langjährigen Geschäftsführer der Berghof Stiftung.
- Die Berghof-Stiftung würdigt mit dem "Hans-Götzelmann-Preis für Streitkultur" Projekte, in denen Kinder und Jugendliche sich für Gewaltabbau und konstruktiven Umgang mit Konflikten einsetzen.
- Mit der Vergabe des Preises sollen Initiativen gefördert werden, die zur Nachahmung einladen und noch nicht genügend bekannt sind. Die Auszeichnung soll insbesondere Kinder und Jugendliche ermutigen und in ihren Aktivitäten bestärken.
- Die Kandidatinnen und Kandidaten können von allen interessikerten Personen vorgeschlagen werden. Die Nominierungen sollen bis zum 31.12.2003 vorliegen. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Jury. Die Jury wird von der Berghof Stiftung berufen.
- Der Preis wird ab 2002 im Rhythmus von zwei Jahren jeweils im Mai vergeben.
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Der Preis ist mit insgesamt Euro 5.000,- dotiert und wird für zwei Altersstufen vergeben:
Gruppe I: bis zu 14 Jahren (à Euro 2.500,-)
Gruppe II: 14 bis 21 Jahre (à Euro 2.500,-)
Der "Hans-Götzelmann-Preis für Streitkultur" wurde 2001 im Zusammenhang mit dem 70. Geburtstag des Stifters der Berghof-Stiftung, Prof. Dr. Georg Zundel, ins Leben gerufen.
Der Preis versteht sich auch als ein Beitrag der Stiftung zur UNO-Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der Kinder dieser Welt (2001-2010).
Hans-Götzelmann-Preis: Ziele - Profil - Beispielfelder
Ziele
- Alternativen zum gewaltsamen Konfliktaustrag sichtbar machen
- Kinder und Jugendliche befähigen und ermutigen, eine konstruktive Streitkultur zu entwickeln
- Verbale, seelische und körperliche Gewalt vermeiden und abbauen
- Auseinandersetzung mit Gewalterfahrungen
Profil
- Besondere Aufmerksamkeit für Projekte und Initiativen, die mit diesen Zielen von und mit Kindern und Jugendlichen entwickelt und ergriffen werden
- Besondere Aufmerksamkeit für Schulen, Stadtviertel, Kommunen.
Beispielfelder
- Aussergewöhnliches Engagement im Feld "Konfliktlernen - Mediationsformen - Streitschlichtung - Auseinandersetzung mit Gewalterfahrungen"
- Initiieren und/oder Organisieren von konkreten Projekten, z.B. in Schule, Stadtvierteln, Freizeiteinrichtungen, Clubs und Vereinen
- Entwickeln von Arbeitsmaterialien und anderen Hilfsmitteln in Bild, Ton und Schrift oder multimedial, die Kinder und Jugendliche zum Konfliktlernen anregen
- Projekte, die auf die Verbreitung der beschriebenen Ansätze in Öffentlichkeit und Medien abzielen, insbesondere in Medien und Programmen, die Kinder und Jugendliche ansprechen oder von ihnen produziert / mitgestaltet werden.
Nominierung
Für den Preis vorgeschlagen werden können Personen, Gruppen von Personen, Projektteams, Organisationen und Institutionen.
- Das Einverständnis der Nominierten muss eingeholt werden.
- Die Bewerbungen müssen in deutscher Sprache erfolgen.
- Der Wohnsitz / Tätigkeitsort der Nominierten unterliegt keiner Einschränkung.
Die Preisvergabe erfolgt nach Altersgruppen getrennt:
- Gruppe I: bis zu 14 Jahre
- Gruppe II: 14 - 21 Jahre
Preisträger können bei der unmittelbar folgenden Ausschreibung nicht erneut vorgeschlagen werden.
Kriterien der Nominierung
1. Die Aktivität
- soll zur Auseinandersetzung und Nachahmung anregen;
- soll neue Wege aufzeigen, vorhandene Ideen und Ressourcen zu nutzen und weiterzuentwickeln;
- soll mehr als eine spontane Aktion sein und erkennbare Folgen haben.
2. Die Bewerbung muss schriftlich erfolgen (max. fünf Seiten) und folgende Teile enthalten:
- einen Bericht über die durchgeführten Aktivitäten bzw. eine Dokumentation;
- eine Darstellung der erzielten Ergebnisse;
- eine Bewertung der Ergebnisse;
- Informationen, wie im Falle einer positiven Entscheidung der Jury das Preisgeld eingesetzt werden soll;
- einen Vorschlag / eine Anregung, wie die eigene Idee eventuell auf andere Situationen übertragen werden kann.
Wichtiger Hinweis!
Eine Aktivität muß nicht gelungen sein, um preiswürdig zu sein. Preiswürdig kann es auch sein, Ablauf und Gründe von Scheitern einer guten Idee so zu beschreiben, dass andere etwas daraus lernen können!
Jury
Die Jury besteht aus fünf Personen und wird vom Stiftungsrat der Berghof Stiftung für Konfliktforschung berufen:
- Christine M. Merkel (Vorsitzende), Deutsche UNESCO-Kommission
- Renate Zundel, Berghof Stiftung für Konflikforschung
- Uli Jäger, Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.
- Stephanie Schell, Entwicklungspolitische Beraterin
- Bernd Fuchs, Fernsehmoderator
Wichtiger Hinweis!
Eine Aktivität muss nicht gelungen sein, um preiswürdig zu sein. Preiswürdig kann es auch sein, Ablauf und Gründe von Scheitern einer guten Idee so zu beschreiben, dass andere etwas daraus lernen können!
Informationen / Bewerbungen
Informationswünsche und Einsendungen der Bewerbungen richten Sie bitte an:
Sekretariat des Hans-Götzelmann-Preises für Streitkultur
c/o Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.
Corrensstr. 12, 72076 Tübingen
Tel.: 07071 /920510; Fax: 07071 / 9205111
E-Mail: kontakt@friedenspaedagogik.de
Internet: http://www.friedenspaedagogik.de
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