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Ab Sek. I
Zeitdauer 2-3 UE
Nicht weg zu sehen, sondern einzugreifen hat etwas mit Zivilcourage zu tun.
Doch wie kann Zivilcourage gefördert werden?
Wie kann man sich in Problemsituationen angemessen verhalten? Gibt es hierfür Erfahrungen und Anhaltspunkte?
In Eurer Schule kommen in letzter Zeit immer wieder zu Schmierereien an Wänden, zur Zerstörung von sanitären Einrichtungen aber auch zu Bedrohungen von Mitschülerinnen und Mitschülern. Dies wird von vielen als Problem erlebt. Doch niemand weiß so recht, wie man sich in dieser Situation verhalten soll, was wichtig und richtig wäre.
Du gehörst einer Arbeitsgruppe an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die oben beschriebenen Vorkommnisse nicht einfach hinzunehmen, sondern alle Schülerinnen und Schüler für solche Vorfälle im Schulalltag zu sensibilisieren und ihnen Anregungen zu geben, wie sie sich sinnvoll verhalten können.
In Eurer Arbeitsgruppe entwickelt Ihr ein Plakat, auf dem fünf grundlegende Verhaltensregeln für Zivilcourage in Eurer Schule genannt werden. Um das Plakat attraktiver zu gestalten, (er)findet Ihr noch ein Symbol (Logo) dazu.
Als nächstes arbeitet ihr einen Plan aus, wie und wo ihr die Verhaltensregeln und die Plakate den anderen präsentieren wollt.
1.
Suche Dir zwei weitere Mitschülerinnen oder Mitschüler, mit denen Du ein Dreier-Team bildest und die Aufgabe gemeinsam bearbeitest.
2.
Überlegt Euch, was als Problem beschrieben wird und wie die Aufgabe genau heißt.
3.
Notiert alle Ideen, was auf einem solchen Plakat stehen und wie es aussehen könnte.
4.
Informiert Euch nun im Internet über mögliche und sinnvolle Handlungsweisen.
Verschiedene Organisationen haben Verhaltensregeln erarbeitet, die eine Orientierung ermöglichen. Solche Verhaltensregeln sind keine „Gebrauchsanweisungen“, sondern bieten Anhaltspunkte für bewährte, sinnvolle und brauchbare Verhaltensweisen.
Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.
Verein „Augen auf e.V.“ in Pirna
5.
Druckt Euch die wichtigsten Seiten aus oder kopiert die wichtigsten Textteile in ein Textverarbeitungsprogramm.
6.
Die im Internet gefundenen Regeln und Anhaltspunkte treffen nicht genau auf Euren Fall zu. Welche sind für Euch brauchbar, welche nicht? Welche müsst Ihr umformulieren? Was müsst Ihr neu formulieren. Jetzt ist die Zeit zu diskutieren und zu formulieren.
7.
Bitte bedenkt, dass Eure Regeln deutlich machen sollen, warum es wichtig ist nicht wegzuschauen und was der/die einzelne tun kann.
Bitte bedenkt auch, dass Regeln oder Verhaltensvorschläge leichter akzeptiert werden, wenn sie nicht als starre Verbote oder Gebote formuliert sind, denn ihre Einhaltung beruht auf Freiwilligkeit.
8.
Formuliert Eure eigenen 5 Regeln und schreibt diese auf. Schaut Euch hierzu auch Eure früheren Ideen an (Vgl. Pkt. 3).
9.
Jetzt benötigt Ihr noch ein Symbol. Auch hier könnt Ihr im Internet nachschauen:
folgende Internet-Angebote bieten Anregungen und Materialien:
Allgemeine Informationen über Prictogramme und Logos:
http://www.get2testing.com/
http://www.arcitool.de/dws/index.php
10.
Ihr könnt eines der Symbole, die Ihr gefunden habt als Euer Symbol auswählen, oder ein eigenes entwickeln. Ob Ihr es von Hand malt, oder in einem Grafikprogramm des PCs bearbeitet, bleibt Euch überlassen.
11.
Nun seit Ihr so weit, dass Ihr aus den gefundenen Regeln und dem Symbol (Logo) ein Plakat gestalten könnt. Entwerft das Plakat am besten in einem Grafikprogramm Eures Computers. Vergesst nicht dem Plakat einen Titel zu geben und Eure Namen einzufügen.
Wenn Ihr Hilfestellung zur Plakatgestaltung benötigt, so findet Ihr hier Hinweise:
http://www.mz.uni-dortmund.de/service/mmgestalten/plakate/
12. So, jetzt müsst Ihr Euch noch überlegen, wie Ihr Euer Plakat am besten der Schulöffentlichkeit präsentiert: Ihr könnt es z.B. einfach an einem geeigneten Platz aufhängen. Oder Ihr könnt das Plakat zunächst verschiedenen Klassen vorstellen, oder ...
13. Euer Plakat und Eure „Werbestrategie“ stellt Ihr nun im Rahmen einer Präsentation den anderen Schülerinnen und Schülern Eurer Klasse vor.
Ihr habt nun einiges über Verhaltensweisen in Konflikt- und Problemsituationen erfahren und Euch Gedanken gemacht, welche Verhaltensweisen günstig sind.
Wissen über solche Handlungsmöglichkeiten macht es leichter, sich mit Situationen, in denen ein mutiges Eingreifen nötig ist, auseinander zu setzen. Sich auf solche Situationen vorzubereiten, erhöht die Wahrscheinlichkeit in der Situatin selbst auch „richtig“ handeln zu können.