B. Bobel: Herzsprung

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Blobel_Herzsprung

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Zum Inhalt

Zentrale Figur des Jugendromans „Herzsprung“ von Brigitte Blobel ist die vierzehnjährige Nina, die von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht wird. Nina trägt dieses schreckliche Geheimnis in sich, das immer wieder quälende Fragen in ihr aufwirft, sie immer wieder rot werden lässt, sie immer wieder sehr abweisend reagieren lässt, sie immer wieder explosionsartig Pusteln bekommen lässt, sie immer wieder am ganzen Körper zittern lässt und sie ständig in Angst leben lässt, jemand könnte dieses Geheimnis erraten. Nina schweigt. Schamgefühle, Annahme von Geschenken, Angst vor Heim- bzw. Gefängnisaufenthalt, finanzieller Ruin der Familie, Ohnmacht, Schmerz und Demütigung sind die wesentlichen Gründe. Sie fühlt sich beschmutzt, wertlos, benutzt und isoliert. Sie empfindet sich anders als die anderen gleichaltrigen Jungen und Mädchen und hat den Eindruck, immer auf der Hut sein zu müssen. Ihr ganzes Leben ist darauf ausgelegt, die anderen nichts merken zu lassen. Erst als sie in Flo einen Vertrauten findet, der ihr zuhört und der ihr vor allem glaubt, bricht sie ihr Schweigen. Nina beginnt zu erkennen, dass nicht sie an dem schuld ist, was ihr angetan wurde, sondern dass ihr Stiefvater massiv seine Grenzen verletzt hat. Dies gibt ihr die Kraft, sich zum zweiten Mal an eine erwachsene Person – Carmens Mutter – zu wenden. Der Roman endet damit, dass Nina von dieser erwachsenen Person sofortige Unterstützung erfährt. Carmens Mutter erklärt sich bereit Nina ein Stück weit auf ihrem zukünftigen, schweren Weg zu begleiten. Sie tröstet Nina mit den Worten „Liebe kann Schmerzen heilen“.

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