Am Wochenende 15.-17.7.2011 finden die 3. Tübinger Jugendkulturtage (JuKuTa) statt. Ein vielfältiges Workshop- und Kulturprogramm wird rund um den Holzmarkt und das Epplehaus organisiert. Bereits im Vorfeld haben Kinder der Malaktion Kids Guernica ein 3 x 5 Meter großen Bild präsentiert, das nun an der Stiftskirche Tübingen zu sehen ist. Bei den Jugendkulturtagen haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit, ihre Vorstellungen von einem Zusammenleben von Menschen zu formulieren. Gemeinsam mit Hatto Fischer (Kids Guernica), Nadine Ritzi (ift) und Holger Augustin (Deutsche Friedensgesellschaft) wird an drei Tagen eine “Tübinger Friedenscharta” entstehen.
Artikel des Schwäbischen Tagblatts: am-freitag-beginnen-die-3-jugendkulturtage-tubingen-nachrichten-schwabisches-tagblatt-tubingen.pdf
Religion und Frieden: Szenische Lesung Globalizing God. Dialog: Johan Galtung und Hans Küng. Freitag, 15. Juli 2011, 20.00 Uhr, Landestheater Tübingen, Großer Saal.
Wie hört es sich an, wenn nicht nur Jesus und Mohammed, sondern auch Buddha, Lao Tse oder Konfuzius gemeinsam über Frieden diskutieren? Der international bekannte Friedensforscher Johan Galtung hat sich seine Gedanken gemacht und das Landestheater Tübingen diese für eine szenische Lesung interpretiert. Im Anschluss an diese Aufführung begeben sich Johan Galtung und Hans Küng in einem Dialog auf die gemeinsame Suche nach den friedensstiftenden Ansätzen von Religionen und Spiritualität. (Szenische Lesung und Dialog sind in deutscher Sprache.)
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Fünfzehn angehende Erzieherinnen und Erzieher besuchten das Institut für Friedenspädagogik, um sich über den aktuellen Stand der friedenspädagogischen Fachdiskussion zu informieren. Nadine Ritzi und Uli Jäger stellten darüberhinaus aktuelle Projekte des ift vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren ihre Ausbildung in der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Schwäbisch Hall und stehen kurz vor ihrem Abschluss. Das ift hat im Jahr 2010 den Verein für Evangelische Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik bei der Erstellung von Grundsätzen zum friedenspädagogischen Profil der Fachschulen beraten.
Am 26.-27.9.2011 findet in Stein b. Nürnberg das Fachgespräch Antimilitarismus und Gewaltfreiheit über die friedenspädagogische Bedeutung der Umbrüche in Nordafrika statt.
Staunend und erschüttert sind wir Zuschauer von rasanten politischen wie gesellschaftlichen Veränderungsprozessen im nördlichen Afrika. Wir sehen bekannte wie ungewohnte Rollen und Wirkungen von Militär ebenso wie die Macht von Gewaltfreiheit. Die Ereignisse bestimmen die öffentlichen Diskurse. Publizisten, Friedensbewegte und Wissenschaftler befinden sich in einer Suchbewegung nach Bewertungen und Einschätzungen. Wir Pädagog_innen wollen (und müssen) schon allein deshalb den überfälligen und notwendigen Diskurs aufgreifen, da auch Kinder und Jugendliche durch die Ereignisse hoch politisiert sind.
‘Fachgespräch Antimilitarismus und Gewaltfreiheit’ weiterlesen
Am 26.5.2011 trafen sich Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der Evang. Fachschulen für Sozialpädagogik Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart im ift um über den Stand der Umsetzung des friedenspädagogischen Profils dieser Einrichtungen zu berichten und weitere Schritte zu diskutieren. In einer grundsätzlichen Einführung wurden Möglichkeiten und Ansätze von Wertekommunikation aufgezeigt. Vereinbart wurde ein regelmäßiger Austausch sowie Qualifizierungsseminare für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler.
Die friedenspädagogischen Leitsätze der Fachschulen: grundsaetze_frieden_2010.pdf
Am 19.5.2011 hielt Günther Gugel (ift) im Rahmen des Gesamtelternabend der Kirchhaldenschule in Stuttgart-Botnang einen Vortrag über Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention an der Schule. Die Kirchhaldenschule steht seit Jahren für eine konsequente Hinwendung zur Integration. An der Schule, die sich als lebendiger Bestandteil des multikulturellen Lebens in Botnang versteht, werden Schülerinnen und Schüler aus 19 Nationen unterrichtet. Die Integration verschiedener Kulturen mit ihrem unterschiedlichen Selbstverständnis von der Gestaltung des Miteinander stellt das Kollegium, genauso wie die Eltern und die Schülerinnen und Schüler, immer wieder vor neue und unvorhersehbare, aber immer spannende Fragestellungen. Mit dem Elternabend wurde die intensive Beschäftigung mit dem Themenbereich Gewaltprävention an der Schule fortgesetzt.
Einladung zum Elternabend: einladung.pdf
Auf der Grundlage der Praxisbox Medien und Gewalt fand am 11.5.2011 in Winnenden der erste Teil einer Multiplikatorenschulung zur Arbeit mit dieser Box statt. 15 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren nahmen daran teil. Inhalt dieses Blocks war die theoretische Einführung in die Thematik und das vertrautmachen mit den vielfältigen Materialien und Medien. Beim zweiten Teil der Schulung, am 9.6. werden Ansatzpunkte und Möglichkeiten der direkte medienpädagogische Arbeit vorgestellt und erprobt. Das Qualifizierungsseminar wurde vom ift in Kooperation mit dem Kreisjugendring Rems-Murr angeboten.Die Praxisbox Medien und Gewalt unterstützt die Auseinandersetzung und praktische Arbeit mit dem Thema „Medien und Gewalt“ durch konkrete methodisch-didaktische Materialien und Medien. In einem ersten Grundlagenteil werden Grundinformationen zum Stand der Forschung über Medien und Gewalt dargestellt, die Problembereiche benannt und Umgangsmöglichkeiten für Schule und Jugendarbeit vorgestellt. Für diese konkreten didaktischen Zugänge werden im Materialienteil (M1-M45) direkt einsetzbare Arbeitsblätter, Grafiken, Übungen u.a. angeboten. Die 30 Bild- und Textkarten ermöglichen durch visuelle Impulse bzw. konkrete Aufforderungen zur Stellungnahme eine direkte Auseinandersetzung mit zentralen Fragen und Argumenten der Diskussion. Die beiligende CD-ROM bietet darüber hinaus multimediale Möglichkeiten der Beschäftigung sowie Quellenmaterialien an.
Mehr Informationen über die Praxisbox Medien und Gewalt.
Die Philipps-Universität Marburg verlieh den Peter Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung 2010 an den Friedenspädagogen Prof. Dr. Gavriel Salomon (Haifa Universität, Israel) sowie an das Day Care Center for Arab and Jewish Children at Risk, Jaffa und an Dr. Sapir Handelman, Gründer von Minds of Peace. Die Laudation mit dem Titel Peace Education in the 21th Century hielt Uli Jäger, ift. Der vorausgegangene Peter Becker-Preis ging an das Projekt Peace Counts on Tour.
Die Laudatio als PDF: peaceeducation_award.pdf
Im Rahmen der Vorlesungsreihe Kriminalprävention beim Studium Generale der Universität Tübingen hielt Günther Gugel (ift) am Donnerstag 5.5.2011, einen Vortrag zum Thema (Gewalt-)Prävention an Schulen.
Kriminalprävention: Was wirkt? Was wirkt nicht? Und warum? SS 2011: jeweils Donnerstag, 18 Uhr c.t., HS 21, Kupferbau. Organisation und Leitung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner, Prof. Dr. Jörg Kinzig, Prof. Dr. Rüdiger Wulf.
Kriminalität wird bei den Bürgerinnen und Bürgern zunehmend als erhebliche Einschränkung der Lebensqualität empfunden und führt zu Verbrechensfurcht mit all ihren negativen Folgen. Daher wird -wie in anderen Bereichen auch- (mehr) Prävention gefordert. Dabei lauten die Kardinalfragen: Was wirkt? Was wirkt nicht? Und warum wirkt es (nicht)?
‘Vortrag beim Studium General’ weiterlesen
Mit fünf Veranstaltungen begannen am Dienstag, 3.5.2011 die Peace-Counts-Wochen im Quenstedt-Gymnasium, Mössingen. Ein Hintergrundgespräch der studentischen Betreuerinnen und Betreuer mit Tilman Wörtz und Uli Reinhardt von Zeitenspiegel Reportagen sowie mit Barbara und Henner Papendieck (Friedensmacher aus Mali) bildete den Auftakt. Daran schlossen zwei Eröffnungsveranstaltungen mit jeweils 400 Schülerinnen und Schülern der Klassen 5-8 und 9-13 an. Musik und Grußworte, aber vor allem die Arbeit von Peace Counts und das Mali-Projekt von Barbara und Henner Papendieck vermittelten einen ersten Eindruck über die Arbeit von Peace Counts. Zeitgleich fanden zwei Einführungsveranstaltungen über das pädagogische Konzept von Peace Counts School mit jeweils 30 Lehrkräften statt. Am 4.5. begann um 7.30 Uhr dann der erste Lernzirkel mit der Klasse 6c. Alle 34 weiteren Klassen des Gymnasiums werden in den nächsten drei Wochen an diesem pädagogischen Programm zur Ausstellung Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher teilnehmen. Desweiteren finden für alle Klassenstufen Gesprächs- und Diskussionsrunden mit dem Ehepaar Papendieck statt. (Diese waren übrigens am 4.5. auch Gäste bei SWR-Leute.) Die Peace-Counts-Wochen in Mössingen werden vom ift durchgeführt.