Offener Brief vom 17.12.2009 an das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Herrn Minister Helmut Rau, MdL, Schloßplatz 4, 70173 Stuttgart
Sehr geehrter Herr Minister Rau,
am 4.12.2009 haben Sie eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kultusministerium Baden-Württemberg und der Bundeswehr (Wehrbereichskommando IV, Süddeutschland) unterzeichnet mit dem Ziel, „Schulen und Lehrkräfte zu unterstützen, die mit ihren Schülerinnen und Schülern sicherheitspolitische Fragestellungen bearbeiten.“
Laut dieser Vereinbarung sollen Jugendoffiziere der Bundeswehr im schulischen Kontext Schüler-innen und Schüler über die zur Friedenssicherung möglichen und/oder notwendigen Instrumente der Politik informieren und diese befähigen und motivieren, die Möglichkeiten der Friedenssicherung zu erörtern.
Dabei sollen Jugendoffiziere nicht nur in Schulen tätig sein, sondern auch in die Aus- und Fortbildung von Referendarinnen und Referendaren sowie von Lehrkräften eingebunden werden. Darüber hinaus wird Lehrkräften die Möglichkeit der Teilnahme an Seminaren der Bundeswehr sowie Besuche von Bundeswehreinrichtungen angeboten. Die Veröffentlichung dieser Angebote soll u.a. im Amtsblatt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg erfolgen.
Das Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., das seit über 30 Jahren als bundesweite Fachstelle einschlägig zu den Bereichen Friedenserziehung, Friedensforschung und Friedenssicherung arbeitet, hat zu dieser Vereinbarung eine Reihe von Fragen und bittet Sie um eine Stellungnahme:
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