am 26./27. Sept. 2011 traf sich der AK Friedenserziehung der AFK zu einem Fachgespräch in Stein bei Nürnberg. Vertreten waren u.a. die Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V. München, die association des educateurs à la paix, das Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., das Institut für Konfliktaustragung und Mediation Hamburg, der Qualifizierungsverbund Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, das Zentrum für Friedensforschung/Friedenspädgogik an der Universität Klagenfurt, das Friedensbüro Salzburg.
Vorträge über die kulturelle Verankerung von Frieden und Krieg (Werner Wintersteiner), über aktuelle Entwicklungen in Rüstungspolitik, -industrie und -export (Marc von Boemcken) und neue Erfahrungen mit Gewalt und Gewaltfreiheit (Reiner Steinweg) boten Informationen für eine vertiefte Auseinandersetzung. Im Zentrum stand die gegenseitige Information und Reflexion über eigene Arbeitsvorhaben und Projekte. Das nächste Fachgespräch wird im Sept. 2012 in Basel stattfinden.
Unter dem Titel Aufrechter Gang: Zivilcourage im Alltag ist das Heft 3-2011 der Zeitschrift Der Bürger im Staat erschienen. Wer aufrecht geht, setzt Zeichen und ermutigt andere, es gleichzutun. Zivilcouragiertes Verhalten als sozialer Mut im Alltag ist besonders am Arbeits- und Ausbildungsplatz gefragt, in Betrieben und öffentlichen Verwaltungen, in Kirchen wie in Vereinen und Partein. Nicht zuletzt ist sie im privaten Bereich von Familie und Freundeskreis zu lernen und einzuüben. Diese Dimension, die vielen Facetten von Zivilcourage jenseits von Gewalt, werden in den meisten Aufrufen und Analysen vernachlässigt. Ihnen wird in dem Heft auf 200 Seiten besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Der Beitrag Ziviler Ungehorsam und gewaltfreie Aktion wurde von Günther Gugel (ift) verfasst.
Das Heft als PDF: zivilcourage.pdf
Um einen breiten Einsatz der ift-Praxisboxen Streitkultur, Werte vermitteln und Medien und Gewalt zu ermöglichen, fanden in der vergangenen Woche drei Trainings in Plochingen statt. Neben einer thematisches Vertiefung standen Anwendungsmöglichen und methodisches Arbeiten in verschiedenen Praxisfeldern im Zentrum der Qualifizierungen. Geschult wurden hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisjugendrings Esslingen. Die Qualifizierung fand im Rahmen des Projektes Lebenslinien statt und wurden von Robert Rymes und Werner Schulz (KJR Rems-Murr) sowie von Günther Gugel (ift) durchgeführt.
Flyer zu den Praxisboxen: 9783932444616_flyer.pdf
Günther Gugel: Didaktisches Handbuch 1. Werte leben. Qualifizierung im Projekt Triple V: Values vs. Violence. Unter Mitarbeit von Nadine Ritzi. Tübingen 2011, 115 S.
Dieses didaktisch orientierte Praxishandbuch unterstützt die Auseinandersetzung mit Werten durch konkrete methodisch-didaktische Materialien und Medien sowie mit Überlegungen zur Seminargestaltung. Dabei werden vor dem Hintergrund von Familie, Schule und Jugendarbeit Zugänge zur Wertevermittlung begründet und beschrieben, Materialien hierzu angeboten und konkrete Lerneinheiten strukturiert.
Das Praxishandbuch hat zwei Aufgaben: es dient zum einen der Qualifizierung der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in dem internationalen Projekt Triple V: Values vs. Violence und ist zugleich eine Grundlage für deren Weiterarbeit in und mit Gruppen und Schulklassen. Dieses Projekt wird von der Europäischen Kommission aus Mitteln des Daphne III Programmes gefördert.
Das Handbuch als PDF: handbuch_werte_1_final_1_7_2011.pdf
Englische Fassung des Handbuches: handbuch_werte_englisch_final.pdf
Ungarische Fassung des Handbuches: handbuch_werte_ungarisch_72dpi.pdf
Zum achten Mal seit 2003 bietet das Pfarramt des Beauftragten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (ELKW) für Friedensarbeit, Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende einen Grundkurs Gewaltfreie und konstruktive Konfliktbearbeitung an. Dabei handelt es sich um eine 15-tägige berufsbegleitende Fortbildung. Uli Jäger, ift, gestaltet jeweils zwei Einheiten des Kurses. Beginn des diesjährigen Kurses ist der 8. September 2011.
Flyer als PDF: gukk_flyer_a4.pdf
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