Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. Blog

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Archiv für Mai 2011

Projekttag Zivilcourage am Schelztor-Gymnasium Esslingen

seitenkopf_200.jpgAm 13. Mai veranstaltete das Schelztor-Gymnasium in Esslingen einen Projekttag zum Thema Zivilcourage. Die gesamte Schülerschaft nahm in altersgemischten Gruppen an je drei Workshops zu unterschiedlichen Aspekten des Projekttags teil. Anna Althoff und Amos Heuss (ift) führten drei Workshops zum Thema Eskalation und Deeskalation von Konflikten durch. In Kleingruppen erarbeiteten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die neun Stufen der Konflikteskalation nach Friedrich Glasl, beschäftigten sich mit Deeskalationsstrategien und arbeiteten über die Rolle von menschlichen Bedürfnissen in Konflikten. Im abschließenden Plenum wurden die Ergebnisse der Kleingruppen zusammengetragen und gemeinsam diskutiert. Lehrerinnen und Lehrer des Schelztor-Gymnasiums werteten den Projekttag im Gespräch als großen Erfolg.

Vortrag beim Elternabend

kirchhalenschule_200.jpgAm 19.5.2011 hielt Günther Gugel (ift) im Rahmen des Gesamtelternabend der Kirchhaldenschule in Stuttgart-Botnang einen Vortrag über Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention an der Schule. Die Kirchhaldenschule steht seit Jahren für eine konsequente Hinwendung zur Integration. An der Schule, die sich als lebendiger Bestandteil des multikulturellen Lebens in Botnang versteht, werden Schülerinnen und Schüler aus 19 Nationen unterrichtet. Die Integration verschiedener Kulturen mit ihrem unterschiedlichen Selbstverständnis von der Gestaltung des Miteinander stellt das Kollegium, genauso wie die Eltern und die Schülerinnen und Schüler, immer wieder vor neue und unvorhersehbare, aber immer spannende Fragestellungen. Mit dem Elternabend wurde die intensive Beschäftigung mit dem Themenbereich Gewaltprävention an der Schule fortgesetzt.

Einladung zum Elternabend: einladung.pdf

Fußballerinnen weltweit

titel_fussball_200.jpgNadine Ritzi / Carsten Ress: Fußballerinnen weltweit. Themenblätter im Unterricht/Extra. Bonn, Mai 2011. Bundeszentrale für politische Bildung, Bestell-Nr. 5.335

In der Reihe Themenblätter im Unterricht ist mit neuem Format ein acht-seitiges Faltposter zur Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2011 in Deutschland erschienen: Fußballerinnen weltweit. Das Faltposter enthält neben einem WM-Spielplan ausgewählte Unterrichtsvorschläge und Biographien aus dem Heft Mit dem Ball durchs Leben, das vom Institut für Friedenspädagogik und KICKFAIR herausgegeben wird. Fußballerinnen weltweit beschäftigt sich mit zwei Biographien: Es geht um Linda aus Kambodscha, die mit ihrer Organisation Spirit of Soccer über den Fußball andere Jugendliche über die Landminenproblematik in Kambodscha aufklärt. Und es geht auch um Diane aus Brasilien, die gemeinsam mit anderen Jugendlichen Jugend-Foren organisiert, in denen Ideen entwickelt und Projekte geplant werden. Die Jugend-Foren führen Straßenfußballturniere für andere Jugendliche durch oder bieten Tanz- und Capoeira-Workshops an. Dabei geht es auch immer um die Frage, wie ein gelingendes Zusammenleben in Brasilien und darüber hinaus aussehen kann.

Die Materialien nehmen die Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2011 zum Anlass, um Anregungen zu geben, wie Globales Lernen mit der Leidenschaft für den Fußball verknüpft werden kann.

Die Materialien als PDF-Datei: 4274_faltplakat_wm_8s_farbe.pdf

Qualifizierung mit der Praxisbox Medien und Gewalt

medienbox_u1_200.jpgAuf der Grundlage der Praxisbox Medien und Gewalt fand am 11.5.2011 in Winnenden der erste Teil einer Multiplikatorenschulung zur Arbeit mit dieser Box statt. 15 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren nahmen daran teil. Inhalt dieses Blocks war die theoretische Einführung in die Thematik und das vertrautmachen mit den vielfältigen Materialien und Medien. Beim zweiten Teil der Schulung, am 9.6. werden Ansatzpunkte und Möglichkeiten der direkte medienpädagogische Arbeit vorgestellt und erprobt. Das Qualifizierungsseminar wurde vom ift in Kooperation mit dem Kreisjugendring Rems-Murr angeboten.Die Praxisbox Medien und Gewalt unterstützt die Auseinandersetzung und praktische Arbeit mit dem Thema „Medien und Gewalt“ durch konkrete methodisch-didaktische Materialien und Medien. In einem ersten Grundlagenteil werden Grundinformationen zum Stand der Forschung über Medien und Gewalt dargestellt, die Problembereiche benannt und Umgangsmöglichkeiten für Schule und Jugendarbeit vorgestellt. Für diese konkreten didaktischen Zugänge werden im Materialienteil (M1-M45) direkt einsetzbare Arbeitsblätter, Grafiken, Übungen u.a. angeboten. Die 30 Bild- und Textkarten ermöglichen durch visuelle Impulse bzw. konkrete Aufforderungen zur Stellungnahme eine direkte Auseinandersetzung mit zentralen Fragen und Argumenten der Diskussion. Die beiligende CD-ROM bietet darüber hinaus multimediale Möglichkeiten der Beschäftigung sowie Quellenmaterialien an.

Mehr Informationen über die Praxisbox Medien und Gewalt.

Friedensgutachten 2011

friedensgutachten_200.jpgDas Friedensgutachten 2011 stellt revolutionäre Umbrüche, Krieg und Intervention im arabischen Raum an den Anfang seiner Bilanz. Sie haben die europäische Politik überrascht. Was sagt das über Europa? Wir fragen nach Ursachen und diskutieren Konsequenzen. Der Zustand des Friedensprojekts Europa nach drei Jahren Wirtschafts- und Finanzkrise steht im Mittelpunkt unseres Jahrbuchs. Die Integration galt lange als die politische Errungenschaft im jahrhundertelang so kriegerischen Europa. Gilt das nicht mehr? Wir diskutieren Leerstellen und Zukunftschancen des europäischen Projekts. Globalisierung und Migration fordern die nationalstaatlich verfassten Gesellschaften Europas heraus. Sind sie der neuen Wirklichkeit gewachsen? Europa wirbt mit dem Geist seiner Vielfalt als Kern seiner Identität. Diese Vision steht auf dem Spiel, auch gegenüber den Nachbarn im Osten und Süden. Was muss geschehen, damit daraus nicht ein Europa der Ängste und Egoismen wird? Zudem ziehen wir eine Bilanz der militärischen Interventionen in Afghanistan und in andere bewaffnete Konflikte oder humanitäre Katastrophen und untersuchen Rüstungstrends, Abrüstungschancen, die neue Strategie der NATO sowie die Reform der Bundeswehr. Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Jahrbuch der fünf Institute für Friedens- und Konfliktforschung in der Bundesrepublik. Es erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen untersuchen die internationale Konfliktrealität aus friedensstrategischer Perspektive. Auf ihre Analysen stützt sich die Stellungnahme der Herausgeber und Herausgeberinnen. Sie zieht Bilanz, pointiert die Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für die Friedens- und Sicherheitspolitik in Deutschland und Europa.

Aktuelle Thesen des Friedensgutachtens.

Margret Johannsen / Bruno Schoch / Corinna Hauswedell / Tobias Debiel/Christiane Fröhlich (Hrsg.) Friedensgutachten 2011, 344 S., 12.90 EUR, br., ISBN 3-643-11136-4, LIT-Verlag

Friedenspreis für Friedenserziehung

marburg_klein.jpgDie Philipps-Universität Marburg verlieh den Peter Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung 2010 an den Friedenspädagogen Prof. Dr. Gavriel Salomon (Haifa Universität, Israel) sowie an das Day Care Center for Arab and Jewish Children at Risk, Jaffa und an Dr. Sapir Handelman, Gründer von Minds of Peace. Die Laudation mit dem Titel Peace Education in the 21th Century hielt Uli Jäger, ift. Der vorausgegangene Peter Becker-Preis ging an das Projekt Peace Counts on Tour.

Die Laudatio als PDF: peaceeducation_award.pdf

Vortrag beim Studium General

studium_generals_2001.jpgIm Rahmen der Vorlesungsreihe Kriminalprävention beim Studium Generale der Universität Tübingen hielt Günther Gugel (ift) am Donnerstag 5.5.2011, einen Vortrag zum Thema (Gewalt-)Prävention an Schulen.

Kriminalprävention: Was wirkt? Was wirkt nicht? Und warum? SS 2011: jeweils Donnerstag, 18 Uhr c.t., HS 21, Kupferbau. Organisation und Leitung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner, Prof. Dr. Jörg Kinzig, Prof. Dr. Rüdiger Wulf.

Kriminalität wird bei den Bürgerinnen und Bürgern zunehmend als erhebliche Einschränkung der Lebensqualität empfunden und führt zu Verbrechensfurcht mit all ihren negativen Folgen. Daher wird -wie in anderen Bereichen auch- (mehr) Prävention gefordert. Dabei lauten die Kardinalfragen: Was wirkt? Was wirkt nicht? Und warum wirkt es (nicht)?

‘Vortrag beim Studium General’ weiterlesen

Peace Counts Eröffnung in Mössingen

papendieck.jpgMit fünf Veranstaltungen begannen am Dienstag, 3.5.2011 die Peace-Counts-Wochen im Quenstedt-Gymnasium, Mössingen. Ein Hintergrundgespräch der studentischen Betreuerinnen und Betreuer mit Tilman Wörtz und Uli Reinhardt von Zeitenspiegel Reportagen sowie mit Barbara und Henner Papendieck (Friedensmacher aus Mali) bildete den Auftakt. Daran schlossen zwei Eröffnungsveranstaltungen mit jeweils 400 Schülerinnen und Schülern der Klassen 5-8 und 9-13 an. Musik und Grußworte, aber vor allem die Arbeit von Peace Counts und das Mali-Projekt von Barbara und Henner Papendieck vermittelten einen ersten Eindruck über die Arbeit von Peace Counts. Zeitgleich fanden zwei Einführungsveranstaltungen über das pädagogische Konzept von Peace Counts School mit jeweils 30 Lehrkräften statt. Am 4.5. begann um 7.30 Uhr dann der erste Lernzirkel mit der Klasse 6c. Alle 34 weiteren Klassen des Gymnasiums werden in den nächsten drei Wochen an diesem pädagogischen Programm zur Ausstellung Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher teilnehmen. Desweiteren finden für alle Klassenstufen Gesprächs- und Diskussionsrunden mit dem Ehepaar Papendieck statt. (Diese  waren übrigens am 4.5. auch Gäste bei SWR-Leute.) Die Peace-Counts-Wochen in Mössingen werden vom ift durchgeführt.

Das neue Peace Boat Team

peaceboat_2011.jpgAm Freitag, 29.4.2011 trafen sich 20 Studierende des Tübinger Master Friedensforschung und Internationale Politik im Georg-Zundel-Haus zum ersten Vorbereitungsseminar der diesjährigen Peace Boat Exkursion. Im August 2011 geht die Gruppe für zehn Tage als Peace Boat Team Tübingen an Bord des japanischen Friedensschiffs. Die Reiseroute führt die Gruppe von Jordanien und Ägypten über die Türkei bis nach Griechenland. In den Häfen treffen sie verschiedene zivilgesellschaftliche Akteure zum Dialog über die jeweiligen Konfliktlagen und die gegenwärtigen Reformprozesse in der Region.

Es ist das vierte Mal, dass eine Gruppe Studierender an der gemeinsam vom Institut für Politikwissenschaft und dem Institut für Friedenspädagogik organisierten Studienfahrt teilnimmt. Seminar und Exkursion werden von Marina Karbowski (IfP) und Anne Romund (ift) begleitet. Im Seminar bereiten sich die Studierenden auf den interkulturellen Austausch und auf die Konfliktsituationen in den jeweiligen Ländern vor. Außerdem entwickeln sie für die japanischen Passagiere eine multimediale Präsentation zum Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit. Die Studierenden haben einen Blog eingerichtet, in dem sie regelmäßig über die Vorbereitungen und den Exkursionsverlauf berichten:

www.peaceboat.uni-tuebingen.de



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