Am 14.4.2011 trafen sich 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Polizeidirektion Heidelberg zur 11. interdisziplinären Fachtagung zu Fragen der Gewaltprävention.
Der Hamburger Psychologieprofessor Philipp Herzberg referierte über Aggression im Straßenverkehr und Günther Gugel (ift) sprach über Grundlagen, Lernfelder und Handlungsmöglichkeiten schulischer Gewaltprävention. Viola Rückert und Viktoria Darkashly (Kultusministerium Baden-Württemberg) berichteten von der geplanten Einführung von Gewaltprävention an allen Schulen Baden-Württembergs.
Das Programm als PDF: 20110202143738ft11flyer.pdf
Mit der Debatte um die Schulbesuche der Bundeswehr und die Kooperationsvereinbarung als deren politischer Freifahrtschein wurde eine Diskussion angestoßen, die unter friedenspädagogischen Gesichtspunkten längst überfällig war: Was und vor allem wie kann an Schulen im Schatten des Afghanistankrieges über Krieg und Frieden gelernt werden? Als ein allgemein anerkannter, im Grundgesetz verankerter, zentraler Wert ist Frieden ein herausragendes Thema für die Schule. Die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Friedensgefährdungen und Sicherheitsbedrohungen einerseits und der Friedens-, Sicherheits- und Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Bündnispartner andererseits ist angesichts der weltpolitischen Lage dringender als jemals zuvor. Wie können Lösungsversuche aussehen? Welche Bearbeitungsansätze gibt es? Und wer sind die Akteure?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Artikel von Uli Jäger und Nadine Ritzi in der Ausgabe 1-2011 von punktlandung, dem Magazin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW mit dem Themenschwerpunkt Bundeswehr und Schulbesuch.
punktlandung als PDF: punktlandung.pdf
Eine Woche lang haben Nadine Ritzi und Amos Heuss (ift) Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Ungarn, Schottland, England, Nordirland und Deutschland mit Ansätzen der Wertevermittlung vertraut gemacht. Im Qualifizierungstraining des neuen Projektes TripleV - Values versus violence haben sie die 18 Multiplikatoren zu so genannten Wertevermittlern (Value Communicators) ausgebildet. Drei Ansätze standen dabei im Zentrum: kognitiven Wertebildung durch die Auseinandersetzung mit Dilemmafragen, soziale Ansätze in Form von Service Lernen, sowie Regeln lernen am Beispiel der Methode Straßenfußball für Toleranz.
‘Qualifizierungstraining Value Communication Level_1′ weiterlesen
CD-ROM: Peace Counts 2.0: Neue Reportagen. Redaktion: Anne Romund / Uli Jäger / Tilman Wörtz. Tübingen 2011. 130 Min. Für Win und Mac
Peace Counts recherchiert seit 2003 Beispiele für erfolgreiche Friedensprojekte, dokumentiert diese in Form faszinierender Reportagen und bereitet sie weltweit für ein breites Publikum auf.
Auf dieser CD-ROM werden neue Reportagen aus den Jahren 2010 und 2011 präsentiert. Ziel von Peace Counts ist es, Wege zum gelungenen Frieden darzustellen und zu eigenem Engagement zu ermutigen.
‘Peace Counts 2.0: Neue Reportagen’ weiterlesen
Vom 3. Mai bis 25. Mai 2011 wird im Quenstedt-Gymnasium Mössingen die Ausstellung Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher gezeigt. Hierzu wird ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten.
Das Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. veranstaltet während des Ausstellungszeitraums für alle 35 Klassen des Quenstedt-Gymnasiums Workshops, um Schülerinnen und Schülern Motive und Methoden der Friedensmacher verständlicher zu machen. Dieses pädagogische Begleitprogramm, das von Studentinnen und Studenten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e.V. durchgeführt wird, bietet eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Themen der Ausstellung an. Für alle Klassenstufen finden des Weiteren Gespräche mit Barbara und Henner Papendieck, Friedenmacher in Mali statt.
‘Peace Counts School in Mössingen’ weiterlesen
Im Rahmen von Peace Counts ist eine sehr einfühlsame Filmreportage über Yehuda Saul, den Gründer der Organisation Breaking the silence entstanden. Der Israeli Yehuda Saul ist ein Reiseführer der anderen Art. Er führt Reisegruppen aus Israel und aller Welt an einen Ort, von dem die meisten Israelis nichts wissen wollen: Hebron, die zweitgrößte Stadt der Palästinenser im israelisch besetzten Westjordanland. Yehuda Saul war einer der Soldaten, die dort das Kriegsrecht durchsetzten. Zum Ende seines Wehrdienstes musste er sich eingestehen, dass auch er ein Täter war und nicht bloß Befehle befolgte. Aus dieser Selbsterkenntnis zog er eine radikale Konsequenz und organisierte eine Ausstellung über die Brutalität der israelischen Besatzung. Aus der Aktion ist eine Organisation geworden. Breaking the Silence hat bereits 750 Zeugnisse von ehemaligen Soldaten über ihre Dienstzeit in den besetzten Gebieten veröffentlicht. Aufklärung als erster Schritt zu wirklichem Frieden. ‘Videofilm Yehuda Sauls Entscheidung: Das Schweigen brechen!’ weiterlesen
Warum mit Gewalt, war der Titel der Fachtagung von Schule & Polizei für die Landkreise Tübingen und Reutlingen, die am 5.4.2011 in Reutlingen stattfanden. 300 Lehrkräfte, Sozialpädagogen, Beratungslehrer, Schulpsychologen und Präventionsbeamte der Polizei nahmen an diesem vom Regierungspräsidium Tübingen veranstalteten Gewaltpräventiontag teil. Günther Gugel (ift) hielt den Eröffnungsvortrag über Grundlagen und Grundfragen schulischer Gewaltprävention. Anna Althoff (ift) führte einen der 15 Workshops zum Thema Werte vermitteln durch.
Das Programm der Fachtagung als PDF: flyer_april_2011_chronologisch.pdf