Seit 1991 publiziert das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung jährlich das Konfliktbarometer als zusammenfassende Betrachtung des weltweiten gewaltlosen und gewaltsamen Konfliktgeschehens.
2010 wurden weltweit 363 Konflikte beobachtet. Darunter 6 Kriege und 22 ernste Krisen (hoch gewalttätige Konflikte) die durch massiven Gewalteinsatz ausgetragen wurden. 126 Konflikte wurden als Krisen klassifiziert, in denen sporadisch Gewalt eingesetzt wurde. 209 Konflikte wurden gewaltfrei ausgetragen.
Das Konfliktbarometer 2010 als PDF (4,6 MB): conflictbarometer_2010.pdf
Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung e.V.
Die Ausgabe 3/2010 von Global Lernen beschäftigt sich mit dem Thema Katastrophenhilfe.
Wirbelstürme in der Karibik, Waldbrände in Russland, schwere Überschwemmungen in Pakistan. Durch den Klimawandel steigt die Häufigkeit und Schwere von Naturkatastrophen. Den Ärmsten der Armen fehlen die Mittel, sich wirksam gegen diese Bedrohungen zu schützen. Die Weltbank schätzt, dass 97 Prozent aller Todesopfer von Naturkatastrophen in den Entwicklungsländern zu beklagen sind. Die Schäden, die solche Ereignisse anrichten, können jahrelange Entwicklungsbemühungen zunichte machen. Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser, Strom- und Wasserleitungen werden zerstört, viele Menschen durch die schrecklichen Erlebnisse traumatisiert. Industrieländer können im Katastrophenfall die materiellen Schäden durch Versicherungen, staatliche Unterstützung und nationale Spendenbereitschaft größtenteils auffangen. Entwicklungsländer sind oft nicht in der Lage, die Notsituation aus eigener Kraft zu bewältigen.
Die Zeitschrift Global Lernen ist für Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen konzipiert und erscheint drei mal pro Jahr. Global Lernen wird herausgegeben von: Brot für die Welt und der Schulprojektstelle Globales Lernen.
Die Ausgabe /2010 als PDF-Datei: gl2010_03.pdf
Die bisher erschienenen Ausgaben von GLOBAL LERNEN im PDF-Format (Umfang, jeweils 12 Seiten, DIN A4) zum Download.
Die Zeitschrift GLOBAL LERNEN kann kostenlos bezogen werden bei: “Brot für die Welt”, Stafflenbergstr. 76, 70184 Stuttgart, Tel.: 0711/2159-0 oder beim: Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., Corrensstr. 12, 72076 Tübingen Tel.: 07071/920510 E-Mail: kontakt@friedenspaedagogik.de
SIPRI (Hrsg.): SIPRI Yearbook 2010. Armaments, Disarmament and International Security. Kurzfassung auf Deutsch. Stockholm 2010, 16,5 x 24 cm, 28 S.
Das SIPRI Jahrbuch ist 1969 zum ersten Mal erschienen und liegt nun in der 41. Ausgabe vor. Das SIPRI Yearbook 2010 ist eine Zusammenstellung von Originaldaten aus den Bereichen globale Militärausgaben, internationale Rüstungstransfers, Rüstungsproduktion, Atomstreitkräfte, größere bewaffnete Konflikte und multilaterale Friedenseinsätze sowie von neuesten Analysen wichtiger Aspekte der Rüstungskontrolle, des Friedens und der internationalen Sicherheit. An der Zusammenstellung des SIPRI-Jahrbuchs beteiligen sich sowohl SIPRI-Forscher, als auch eingeladene externe Experten.
Diese Broschüre fasst die Inhalte des SIPRI Yearbook 2010 zusammen und enthält eine Auswahl an Daten und Informationen aus den verschiedenen Anhängen. Die deutsche Kurzfassung wurde von Anne Romund (ift) übersetzt.
Das SIPRI Yearbook Summary 2010 (deutsch) als PDF-Datei: sipriyb10summaryde.pdf
Die Printversion der Broschüre können Sie kostenlos (gegen eine Porto- und Verpackungsgebühr) beim ift bestellen.
Am 16.12.2010 fand im Treff 44 in Backnang ein Workshop zur Arbeit mit der Praxisbox Streitkultur statt an dem 10 Multiplikatoren und Multiplikatorinnen teilnahmen. Bei dem von Günther Gugel durchgeführten und vom Kreisjugendring Rems-Murr e.V. angebotenen Workshop geht es um eine grundlegende Einführung in das Thema Konfliktbearbeitung verbunden mit methodischen Ansätzen der Praxisbox Streitkultur. Dabei wurden die verschiedenen Materialien und Medien (Übungen, Bildkarten, audiovisuelle Materialien) der Praxisbox zu unkonventionellen Zugangsweisen verknüpft und ihre Anwendung im Bildungsbereich aufgezeigt.
Dr. Peter Graze ist am 8.12.2010 im Alter von 59 Jahren verstorben. Peter Graze war als Mitarbeiter der Agentur Zeitenspiegel für die Organisation des Projektes Peace Counts verantwortlich und arbeitete eng mit dem ift zusammen. Ohne seine Ruhe in turbulenten Zeiten, sein unermüdliches Engagement und sein Vermögen Unmögliches möglich zu machen wäre das Projekt Peace Counts so nicht möglich gewesen. Wir haben einen großen Streiter für den Frieden und einen Freund verloren.
Zum fünften Mal luden die Gesellschaft für techniche Zusammenarbeit und das ift am 9./10.12.2010 zu einem gemeinsamen Fachgespräch ins Georg-Zundel-Haus nach Tübingen ein. Dabei ging es um Ansätze, Chancen und Grenzen für Friedenspädagogik in Konflikt- und Kriegsregionen. Gemeinsam mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland wurden bei dieser Veranstaltung in einem ersten, konzeptionellen Teil die Frage nach der friedenswissenschaftlichen Rückbindung des Themas gestellt. Im Mittelpunkt stand die Frage der Bedeutung des Zivilisatorischen Hexagons für die Konzeption von friedensorientierten Bildungsmaßnahmen im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit. Im zweiten Teil erfolgte eine Konfrontation mit Beispielen aus der Praxis. Dabei wurden die Projekte Friedensbauende Bildungsmaßnahmen bei bewaffneten Konflikten der Uni Heidelberg sowie der GTZ-Beitrag zu Friedenserziehung im staatlichen Erziehungssystem in Bolivien (Berghof Peace Support) vorgestellt und diskutiert.
Am 8.12.2010 fand das Auswertungstreffen für Peace Counts School Backnang im ift statt. Vom 8.11.-4.12. haben 25 Schulkassen und Gruppen aus dem Rems-Murr-Kreis das Begleitprogramm zur Ausstellung im Kreisberufsschulzentrum in Backnang besucht. 23 Studierende und Auszubildende aus Tübingen und dem Rems-Murr-Kreis haben die Lernzirkel betreut.
Ausstellung und Begleitprogramm war ein Kooperationsprojekt des Kreisjugendrings Rems Murr e.V., des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e.V. und der Agentur Zeitenspiegel Weinstadt.
Auf Einladung der Theodor-Schneller-Schule in Amman nahm Uli Jäger (/ift) Anfang Dezember 2010 an einer fünftägigen Fachkonferenz in Jordanien teil. Unter dem Motto Education Toward Global Action And Nonviolent Communication. Conflict Management And Conflict Transformation in The Middle East diskutierten rund zwanzig Expertinnen und Experten aus mehreren Ländern Chancen und Grenzen friedenspädagogischer Ansätze für den Mittleren Osten. Im Mittelpunkt standen Möglichkeiten der exemplarischen Umsetzung an der Theodor-Schneller-Schule bzw. dem angeschlossenen Schneller Educational Training Centre. Das ift wird als Konsequenz aus dieser Tagung seine Kontakte zu den genannten Einrichtungen in Amman verstärken. Für 2011 ist auch ein Projekt von Peace Counts on Tour in Jordanien geplant.
Am 7. 12.2007 informierte das ift einen Schultag lang in der Geschwister-Scholl-Schule Tübingen über seine Arbeit.
Anna Althoff und Corina Hausser (ift) boten für vier verschiedene Schulklassen je eine Schulstunde lang Wissenswertes über das ift und stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. In der Aula gab es einen Infostand für alle Schülerinnen und Schüler.
Das ift nahm am 30.11./1.12.2010 an der 3. Präventionsfachtagung in der Hermann-Schwab-Halle in Winnenden teil, die unter dem Motto Rems-Murr-Kreis im Dialog - Gemeinsam gegen Gewalt stand. Ca. 30 Projekte und Initiativen präsentierten sich auch dem Markt der Möglichkeiten und besprachen Möglichkeiten der Kooperation und Vernetzung.Veranstaltet wurde die Präventionsfachtagung vom Kreisjugendring Rems-Murr e.V., der Polizei Baden-Württemberg und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz mit Unterstützung des Projektes Lebenslinien.Flyer der Präventionsfachtagung: flyer_6.pdf