Zur Stärkung des friedenspädagogischen Profils und im Sinne einer Selbstverpflichtung für die Evang. Fachschulen in Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart hat der Verein Evang. Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik e.V. Grundsätze zu einem friedenspädagogischen Profil formuliert und in seinen Gremien beschlossen. Diese Grundsätze wurden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. entwickelt.
In der Einführung zu den Grundsätzen heißt es: Kriege und Gewalt, Ungerechtigkeit und Naturzerstörung entstehen nicht aus sich selbst, sondern sind von Menschen gemacht. Auch Frieden kommt nicht von alleine. Er muss vorbereitet und gestaltet werden. Es gibt ermutigende Erfahrungen, dass Gewalt schrittweise überwunden und die Kultur des Krieges und der Gewalt durch eine Kultur des Friedens abgelöst werden kann. Frieden zu stiften ist eine große Herausforderung, aber keine Unmöglichkeit. Jeder Mensch trägt als Geschöpf Gottes die Fähigkeit zum Frieden in sich. Erziehung und Bildung, insbesondere aber Friedenserziehung, leisten bei der Entwicklung einer Friedenskultur einen wichtigen Beitrag. Frieden zu lernen ist deshalb die notwendige und aktuelle Aufgabe von Kirche und Gesellschaft und so ein selbstverständlicher Teil der Ausbildung an unseren Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik.
Flyer: Grundsätze zum friedenspädagogischen Profil: grundsaetze_frieden_2010.pdf
Mit Theater gegen Gewalt war das Schwerpunktthema des Runden Tisches Gewaltprävention Tübingen, der sich am 17.11.2010 im ift traf.
20 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Einrichtungen, Lehrkräfte und Elternvertreterinnen erprobten und diskutierten Übungen und Ansätze unter der Anleitung des Mathematiklehrers und Theaterpädagogen Martin Kramer.
Mehr über den Runden Tisch Gewaltprävention Tübingen.
Bei der Abiturprüfung 2010 in Nordrhein-Westfalen wurde im Leistungskurs Erziehungswissenschaft ein Text von Günther Gugel (ift) über die Bedeutung der Familie für die Entstehung von Gewalt und Gewaltfreiheit als Grundlage für die Prüfungsaufgaben verwendet. Der Text stammt aus dem Band Gewalt und Gewaltprävention. Grundfragen, Grundlagen, Ansätze und Handlungsfelder von Gewaltprävention (Tübingen 2007, S. 151 ff.). Hier die vollständige Abituraufgabe:
‘ift-Text beim Abitur 2010′ weiterlesen
Gewaltprävention mit Religion war das Thema der gemeinsamen Jahrestagung der religionspädagogischen Institute RPI Karlsruhe und ptz Stuttgart in Stuttgart-Birkach am 15.11.2010 mit über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Günther Gugel (ift) führte zwei Workshops über Gewaltprävention in der Sekundarstufe I durch. Dabei standen die Basics gelingender Gewaltprävention, sowie das Verständnis und die verschiedenen Funktionen von Gewalt für Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt.
SWR3 Gedanken: Sendetext von Freitag, 12. November 2010. Autor: Dr. Peter Kottlorz, Rottenburg, Katholische Kirche
Sieben Ratschläge zur Konfliktbewältigung
Ein Tisch. Ein großer, runder Tisch. Seit 3 Wochen wird an diesem Tisch um Stuttgart21 gerungen. Engagiert und mit Sachargumenten. Dass es dazu gekommen ist, hat leider auch die Eskalation im September beigetragen, mehr aber noch die Besonnenheit vieler Menschen. Zu den Besonnenen gehört das Institut für Friedenpädagogik in Tübingen. Es hat vor kurzem 7 Ratschläge für die Bewältigung von Konflikten veröffentlicht. Und weil diese Ratschläge nicht nur für Stuttgart21 nützlich sind, möchte ich sie gern weitergeben.
‘Sieben Ratschläge zur Konfliktbewältigung’ weiterlesen
Am 8.11.2010 wurde in Backnang die Ausstellung Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher eröffnet. Im Zentrum des Abends stand ein Bericht des Radiomoderators und Peace Counts Koordinators Souleymane Oulai aus der Elfenbeinküste über die Schwierigkeiten und Erfolge des Frieden machens.
Vor der Eröffnung stellte sich der Peace Counts Fotograph Uli Reinhardt (Agentur Zeitenspiegel) den Fragen der über 20 Betreuerinnen und Betreuer die in den kommenden vier Wochen begleitende zur Ausstellung Workshops mit Schulklassen und Jugendgruppen anbieten.
Die Ausstellung ist noch bis zum 4.12.2010 in der Aula des Kreisberufsschulzentrums Backnang, Heininger Weg 43, 71522 Backnang zu sehen. Veranstaltet wird die Ausstellung vom Kreishaus der Jugend Rems-Murr in Kooperation mit dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., der Agentur Zeitenspiegel, Weinstadt und der Culture Counts Foundation.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Dieser Podcast ist ein Mitschnitt des Grußwortes des Ersten Bürgermeisters der Stadt Backnang, Michael Balzer, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher am 8. Nov. 2010 im Kreisberufsschulzentrum in Backnang.
Die Ausstellung wurde veranstaltet vom Kreishaus der Jugendarbeit Rems-Murr in Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., der Agentur Zeitenspiegel, Weinstadt und der Culture Counts Foundation.
Podcast zum Download: pc_backnang_balzer_2010.mp3
Im Georg-Zundel-Haus trafen sich Studierende der Universitäten Tübingen, Gießen und Frankfurt u.a. mit Uli Jäger (ift) und Michael Gleich (Advanced Journalism Academy) zu einem Erfahrungs- und Meinungsaustausch bezüglich der Umsetzung von Peace Counts an Hochschulen. Vorausgegangen war ein Pilotprojekt an der Universität Gießen. Peace Counts University zielt auf eine engere Verknüpfung von Peace Counts mit der Friedens- und Konfliktforschung, sieht die Anbindung an eine Lehrveranstaltung vor und beinhaltet die Präsentation der Ausstellung Die Erfolge der Friedensmacher an den Universitäten durch Studierende.