Walter Schwenninger ist am 24. Sept. 2010 im Alter von 68 Jahren verstorben.Walter Schwenninger war langjähriges Mitglied im Institut für Friedenspädagogik. Wir vermissen ihn als Mensch, Mahner und Kämpfer für Gerechtigkeit und Frieden. Sein unermüdliches Engagement gegen Rüstungsexporte ist uns Verpflichtung.
Vorstand, Geschäftsführung und MitarbeiterInnen des ift
Nachruf im Schwäbisches Tagblatt, 27.9.2010: walter_schwenninger.pdfWalter Schwenninger über das ift.
Vom 8. November bis zum 4. Dezember 2010 wird im Kreisberufsschulzentrum Backnang (Heininger Weg 43, 71522 Backnang) die Ausstellung Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher gezeigt. Zu dieser Ausstellung wird ein Begleitprogramm für Schulklassen und Gruppen angeboten.Das Kreishaus der Jugendarbeit Rems-Murr veranstaltet im Rahmen des Werte- und Gewaltpräventionsprojektes “Lebenslinien” während des Ausstellungszeitraums Projekttage, um Schülerinnen und Schülern sowie Jugendgruppen Motive und Methoden der Friedensmacher verständlicher zu machen. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 8. Nov. 2010, 19.00 Uhr im Kreisberufsschulzentrum statt.Eine Veranstaltung des Kreishauses der Jugendarbeit Rems-Murr e.V. in Kooperation mit dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., Peace Counts und der Agentur Zeitenspiegel, Weinstadt.Der Flyer zur Ausstellung und zum Begleitprogramm: pc_flyer_2010_b.pdf
26 Zivildienstleistende der Zivildienstschule Bodelshausen besuchten in der letzten Woche das ift und führten gemeinsam mit Anne Romund einen Workshop zum Thema Wie man Frieden macht durch. Die Veranstaltung war Teil eines mehrtägigen Seminars über Terrorismus, das die Zivildienstschule regelmäßig anbietet. Am Beispiel von ehemaligen Terroristen aus Nordirland erarbeiteten die Teilnehmenden, was Menschen dazu bringt, Gewalt anzuwenden und wie sie Auswege aus der Gewaltspirale finden können. Weiterer Schwerpunkt war die Beschäftigung mit persönlichen Friedensvorstellungen und mit notwendigen gesellschaftlichen Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden.
Wie lässt sich Kinder- und Jugendarbeit weltweit friedenspädagogisch gestalten? Dieser Frage wollte der christliche Entwicklungs- und Friedensdienst Eirene gemeinsam mit seinen Projektpartnern aus aller Welt nachgehen. Zur internationalen Tagung Bedeutung und Möglichkeiten der Friedenspädagogik in der Kinder- und Jugendarbeit vom 15.-19. September in Neuwied waren Teilnehmende aus Bolivien, Costa Rica, Marokko, Nicaragua, Rumänien, Uganda und den USA angereist. In diesem Rahmen führte Anne Romund vom ift einen dreistündigen Workshop zu friedenspädagogischen Grundlagen, Themen und Methoden durch. Die Teilnehmenden besichtigten die Peace Counts Posterausstellung in drei Sprachen – englisch, französisch, spanisch. Materialien und Methoden aus den international erprobten Peace Counts on Tour Workshops dienten ihnen dazu sich mit persönlichen Friedensvorstellungen und mit Dynamiken der Konflikteskalation und -deeskalation auseinanderzusetzen. Viele nutzten die Gelegenheit, Poster und didaktische Materialien des ift in ihre Heimatländer mitzunehmen um sie für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu verwenden.
Anlässlich der Kooperationsvereinbarungen zwischen den Kultusministerien der Länder und der Bundeswehr schlägt das Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. in einer Stellungnahme die Einberufung von Runden Tischen vor und strebt die verstärkte Berücksichtigung von Friedenspädagogik und von Ansätzen ziviler Konfliktbearbeitung an Schulen an.
Stellungnahme des ift: buwe1.pdf
Kooperationsvereinbarung für Baden-Württemberg: buwe_koop-vereinb-kultusministbw.pdf
Kooperationsvereinbarung für Mecklenburg-Vorpommern: kooperationsvereinbarung_bw.pdf
Dieser Podcast ist ein Mitschnitt des Vortrages von Prof. Dr. Harald Müller (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) über aktuelle und zukünftige Weltkonflikte sowie Möglichkeiten ihrer Bearbeitung.
Der Vortrag wurde am 18.9.2010 auf dem Symposium Eine Kultur des Friedens fördern in Biberach gehalten. Das Symposium fand anlässlich des 70. Geburtages von Prof. Dr. Dieter Senghaas statt.
Podcast zum Download: mueller.mp3
Am 17./18.9.2010 fand in Biberach ein öffentliches Symposium mit dem Titel eine Kultur des Friedens fördern, aus Anlass des 70. Geburtstages von Prof. Dr. Dieter Senghaas statt.
Prof. Dr. Hans Küng eröffnete Das Symposium mit einem Vortrag über Dialog statt Zusammenprall der Kulturen. Prof. Dr. Harald Müller sprach über Aktuelle und künftige Weltkonflikte sowie Möglichkeiten der Bearbeitung. Dr. Günther Bächler berichtete über Widerstände und Chancen von Friedensarbeit in den Konfliktherden der Welt. An einem Podiumsgespräch über das zivilisatorische Hexagon als Orientierungshilfe zur Förderung nachhaltigen Friedens nahm u.a. auch Uli Jäger (ift) teil. Eine Abendveranstaltung mit Dieter Senghaas über klassische Musik als Quelle für eine Kultur des Friedens rundete das Symposium ab.
Das ift hat das Symposium komplett dokumentiert und wird die Vorträge als DVD und Podcasts veröffentlichen.
Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 19.9.2010: stadt-biberach-an-der-ris-nachrichten-fotoreportagen-schwaebischede.pdf
Günther Gugel: Praxisbox Medien und Gewalt. Problemfelder und Handlungsmöglichkeiten.
Booklet, Bild- und Textkarten, CD-ROM. 88 Seiten Booklet, 30 Bildkarten, 30 Textkarten 13,5 x 21 cm, vierfarbig, CD-ROM, in einer Hardbox. Tübingen 2011. ISBN 978-3-932444-61-6, 26,00 Euro. Erscheint am 15. 10.2010.
Diese Praxisbox unterstützt die Auseinandersetzung und praktische Arbeit mit dem Thema „Medien und Gewalt“ durch konkrete methodisch-didaktische Materialien und Medien. In einem ersten Grundlagenteil werden Grundinformationen zum Stand der Forschung über Medien und Gewalt referiert, die Problembereiche benannt und Umgangsmöglichkeiten für Schule und Jugendarbeit vorgestellt. Für diese konkreten Zugänge werden im Materialienteil (M1- M45) direkt einsetzbare Arbeitsblätter, Grafiken, Übungen u.a. angeboten.
‘Praxisbox Medien und Gewalt’ weiterlesen
Die Schülerstreitschlichtergruppe der August-Bebel-Gesamtschule Wetzlar wurde am 9. September 2010 mit dem Hans Götzelmann-Preis für Streitkultur, dem Jugendpreis der Berghof Stiftung für Konfliktforschung ausgezeichnet. Mit ihrem Streitschlichterprogramm trägt die August-Bebel-Gesamtschule Wetzlar engagiert und kontinuierlich zur Entwicklung einer nachhaltigen schulischen Streitkultur bei. Die Preisverleihung fand im vollbesetzten Saal der Schulmensa statt. Seitens der Jury überreichten Christine M.Merkel und Uli Jäger den Preis an die Schülerinnen und Schüler und die verantwortliche Lehrerin Ute Jacobsen.
Bericht in der Wetzlaer Zeitung
Am 12. September 2009 hat Dominik Brunner auf dem Bahnsteig der S-Bahnhaltestelle München Solln eingegriffen, ohne an sein eigenes Leib und Leben zu denken. Dieses Handeln imponiert Günther Gugel vom Instituts für Friedenspädagogik in Tübingen. Doch Zivilcourage im Alltag fängt schon viel früher an, sagt der Diplom-Pädagoge im SWR-Interview: “Zivilcourage bedeutet, in einer schwierigen Situation Stellung zu beziehen, sich für andere einzusetzen und in Gewaltsituationen direkt einzugreifen, so wie es Dominik Brunner getan hat.” Das erfordere Mut, gerade in einer Gesellschaft, in der viele einfach wegschauen.
Das Interview bei SWR-contra.