Im Rahmen des kürzlich preisgekrönten Projektes „Peace Counts on Tour“ reisten Uli Jäger und Nadine Heptner (ift) sowie Tilman Wörz (Peace Counts project/Agentur Zeitenspiegel) Anfang März nach Delhi. In einem 5-tägigen Workshop wurde ein Team von 22 erfahrenen MultiplikatorInnen und FriedensaktivistInnen aus Manipur, New Delhi, Maharashtra und Orissa mit Inhalten, Methoden und Materialien von Peace Counts vertraut gemacht (Ausstellung „Peacebuilders Around the World“; „Peace Education Package“). Angesichts der vielfältigen Konfliktpotenziale in den genannten Regionen stand die gemeinsame Suche nach Ansätzen für Friedenserziehung und nach geeigneten Friedensstrategien im Mittelpunkt. Zudem stellte sich der Workshop als attraktive Plattform für Begegnung heraus.
Das Format des friedenspädagogischen Workshops unterschied sich maßgeblich von den bisherigen Stationen der Jahre 2006-2008. So wurde in Indien fünf Tage mit einer Gruppe derselben Besetzung intensiv gearbeitet („Peace Counts Team India“). Das Train-the-Trainer Programm (ToT) hat zum Ziel, dass die MultiplikatorInnen die Ausstellung in ihren jeweiligen Regionen präsentieren können und im Rahmenprogramm Workshops mit LehrerInnen, NGO-MitarbeiterInnen und Friedenskräften durchführen.
Der Workshop in Delhi war die erste von mehreren Phasen der Station Indien. So wird die Ausstellung nun in Imphal / Manipur, Kandhamal / Orissa und Mumbai / Maharashtra gezeigt (April bis Juni 2009). Danach werden die Erfahrungen evaluiert und ein weiteres ToT für 15-20 neue MultiplikatorInnen angeboten (Juli 2009). Anschließend wird die Ausstellung zwei Jahre durch Indien reisen.
Das überaus positive Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der fest vereinbarte Fahrplan für die nächsten Schritte lassen den Schluss zu, dass die erste Phase der „Tour Indien“ als Erfolg gewertet werden kann.
Wichtigste Partnerorganisation ist die Aktion „Brot für die Welt“; Partner vor Ort sind das Indian Social Action Forum (INSAF) und die Organisation Act Now For Harmony And Democracy (anhad).
Gefördert wird „Peace Counts on Tour“ vom Auswärtigen Amt bzw. vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) mit seinem Förderprogramm (zivik).
Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze.
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