Gedanken und Lieder für den Frieden.
Der Fachjournalist Andreas Zumach fordert Rückzug amerikanischer Soldaten aus Irak und Afghanistan
Für einen politisch-kulturellen Spätnachmittag sorgten der Journalist Andreas Zumach und der chilenische Liedermacher Sergio Vesely am Sonntag im Evangelischen Gemeindezentrum Rottenburg.
„Frieden riskieren“ lautet das Motto der 29. ökumenischen Friedensdekade, die bundesweit von Kirchengemeinden und Friedensgruppen organisiert wird. Am Sonntagabend hatten das Institut für Friedenspädagogik Tübingen und die evangelische Kirchengemeinde Rottenburg Zumach und Vesely eingeladen.
Der zweite Teil des Abends gehörte dem chilenischer Liedermacher Sergio Vesely. Nur mit seiner Gitarre, seiner Ausstrahlung und seiner Stimme zog der Allroundkünstler die etwa 50 Zuhörer/innen in seinen Bann. Bewusst suchte er den Kontakt zum Publikum, während er musizierte und passende kleine Anekdoten erzählte. Viele seiner Lieder und Texte entstanden in den zwei Jahren, die er als politischer Häftling in Gefängnissen der chilenischen Militärdiktatur Pinochets verbringen musste. Trotz dieser Erlebnisse war in seiner Stimme keine Bitterkeit zu hören; vielmehr fesselte er seine Zuhörer/innen mit bildhaften und oft humorvollen Texten über eine sehr schwere Zeit.
1976 aus Chile verbannt, fand er Asyl in Nellingen, heute wohnt er in Denkendorf. Die Erfahrungen des lebensfrohen Chilenen im bürgerlichen Schwaben hat er auch in seinen Liedern verarbeitet, und ihnen dabei eine gehörige Portion Witz verliehen („Esslingen – nie kanntest du das Meer“). Seine einfache Botschaft sind Menschlichkeit und Nächstenliebe, die er unaufdringlich und charmant an seine Zuhörer heranträgt.

